Panorama

Mütze, Schal und eiskaltes BierSão Paulo bleibt cool

28.07.2010, 14:23 Uhr

Unser Sommer ist auf der Südhalbkugel "Winter". Was ist dieses Jahr in São Paulo angesagt? Was hört man, was trägt man, wo geht man hin?

Winterhit

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Straßenmusiker in Sao Paulo. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Nicht einen, sondern gleich mehrere Hits dudeln die Radiosender in São Paulo hoch und runter: "Só Rezo" (Ich bete nur) der Band NX Zero und "Só os Loucos Sabem" (Nur die Verrückten wissen) der brasilianischen Rock-Gruppe Charlie Brown Jr. Brasiliens Hit Nummer eins ist aber derzeit "California Gurls" (Katy Perry mit Snoop Dogg) und auch Lady Gaga mischt mit "Alejandro" vorne mit.

Accessoires des Winters

Mütze, Schal und Handschuhe gehören zur festen Ausstattung der Paulistaner im Winter. Selbst in Geschäften und am Bankschalter tragen Angestellte Wollmützen und Fingerlinge. Die Damen verzichten aber auch im Winter nicht auf ihre wirklich sehr hohen "High Heels", die ihnen wegen der schlaglochübersäten Trottoirs oft artistisches Können abverlangen.

Hotspots der Stadt

Vila Madalena. Das heißt: Kneipen, Clubs, Bossa Nova, Jazz und Highlife bis tief in die Nacht. Das Leben beginnt nach 22 Uhr. Vorher macht sich keiner wegen der Staus auf den Weg. Bei frischen Temperaturen um die 10 bis 15 Grad sind die Kneipen drinnen voll. Draußen stehen nur Raucher. Das frischgezapfte Bier ("Chopp") ist bis zur Schmerzgrenze kalt. Es wird in gefrorenen Gläsern serviert und kommt aus völlig vereisten Zapfhähnen. Glühwein: Fehlanzeige.

Und sonst?

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Ballkünstler im Großstadtverkehr: Jongleur auf einer Straße in Sao Paulo. (Foto: picture alliance / dpa)

São Paulo ist mit seinen elf Millionen Einwohnern auch im "Südhalbkugel-Winter" lebenswert, wenn - ja wenn - der Verkehr nicht wäre. Nur samstags macht das Autofahren ansatzweise Spaß. Von Montag bis Freitag: nichts als Stau. Und auch sonntags sind die Straßen schon nachmittags wieder verstopft von den Heimkehrern, die am Wochenende dem Moloch für ein paar Stunden entfliehen wollten und dies im Stop-and-go-Verkehr auch mehr oder weniger taten.

Quelle: dpa