Reise
Schafft der Türkei-Tourismus eine Erholung?
Schafft der Türkei-Tourismus eine Erholung?(Foto: imago stock&people)
Freitag, 16. Juni 2017

Preiswerte Sommerferien: Schafft die Türkei ein Urlauber-Comeback?

Die Türkei hat im letzten Jahr viele Urlauber verloren. Doch trotz des Krisenjahrs 2016 sehen die Buchungszahlen für die kommende Sommersaison schon etwas besser aus. Ist eine Trendwende möglich?

2016 war für türkische Hoteliers ein echtes Katastrophenjahr: Wegen Terrorangst und Putschversuch kamen deutlich weniger Urlauber ins Land als in den Jahren davor. Das machte, trotz der Stamm-Urlauber, die jedes Jahr wiederkommen, einen Einbruch von mehr als 30 Prozent bei den Einnahmen aus.

In einer aktuellen Umfrage des Reiseportals "Urlaubspiraten" zeigen die Befragten eine größere Buchungsfreude als noch im letzten Jahr. 27 Prozent loben dabei das Preis-Leistungsverhältnis der Türkei. Der Urlaub an der türkischen Riviera war zwar bereits vor den Krisenzeiten günstig - jetzt sind die Preise aufgrund der Terrorangst und der politischen Umstände noch weiter gesunken. Mehr als die Hälfte der Befragten erklärt, dass sie sich für Land und Leute und die Kultur interessieren und aus diesen Gründen 2017 in die Türkei reisen würden.

Ägypten und Griechenland sind Alternativen

Die Umfrage gibt auch darüber Auskunft, welche alternativen Urlaubsziele zur Türkei interessant sind. Mit 46 Prozent liegt das nordafrikanische Land Ägypten ganz vorne in der Gunst der Reisenden. Dahinter folgt mit 16 Prozent Griechenland, vor Tunesien mit 13 Prozent.

Weil große Reiseveranstalter fest mit dem Erholungseffekt von Buchungszahlen in der Türkei rechnen, haben viele ihr Angebot in diesem Jahr sogar ausgebaut. Andere Länder wie beispielsweise Griechenland profitieren seit 2016 von der Türkei-Flaute. Dort ist die Nachfrage für den Sommer 2017 riesig und die Preise gerade in den Ferien hoch.

Wer jetzt noch seinen Sommerurlaub in diesen Ländern buchen will, wird sich wohl zwischen einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis oder dem individuellen Sicherheitsempfinden entscheiden müssen.

Quelle: n-tv.de

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