Panorama

Beschwerden häufen sichSylt will Gäste vor Hunden schützen

27.10.2009, 15:24 Uhr

Hunde, die zwischen Luftmatratzen und Sandspielzeug ihr Geschäft erledigen oder in Badetüchern herumschnüffeln: Damit soll auf Sylt Schluss sein.

Die Nordseeinsel Sylt diskutiert über die Einführung einer Kurkarte für Hunde. "Die Beschwerden von Familien mit Kindern und anderen Gästen über Hunde, die die Strandkörbe anpinkeln, häufen sich", sagte die Tourismus-Chefin aus Kampen, Birgit Friese". Mit dem Geld aus der Hunde-Kurkarte soll ein sogenannter Strandranger bezahlt werden. Dieser soll auch darauf achten, dass Hunde angeleint sind und nicht in die Dünen laufen, wo brütende Vögel sitzen. "Wir müssen etwas tun, um unsere Gäste zu schützen", betonte Friese.

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Zwei Hunde und ihre Herrchen und Frauchen in den Strandkörben auf der Promenade von Westerland: Immerhin angeleint! (Foto: picture-alliance/ dpa)

Auf Sylt gibt es bereits extra ausgewiesene Hundestrände. Dennoch beschränkten sich viele Hundehalter nicht auf diese Flächen, sagte Friese weiter. Die Folge: Hunde koten zwischen Luftmatratzen und Sandspielzeug und schnüffeln in Badetüchern. Friese sagte, ihr sei bewusst, dass mit einer Kurabgabe für die Vierbeiner auch die Hundebesitzer bestraft würden, die sich an die Regeln halten. "Wir haben aber ordnungsrechtlich keine Handhabe für ein Bußgeld." Deshalb appelliere sie an die Hundehalter, sich fair gegenüber Familien, Kindern und anderen Hundefreunden zu verhalten: "Wir brauchen jeden Gast."

Quelle: dpa