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Donnerstag, 20. Juli 2017

Geänderte Sicherheitshinweise: Was Türkei-Reisende nun beachten müssen

Die Türkei galt bei den Deutschen stets als beliebtes Reiseziel. Doch seit dem gescheiterten Putsch hat das Land am Bosporus einen schweren Stand bei den Touristen – der nun noch weiter erschwert wird. Tatsächlich müssen Reisende nun einige Regeln beherzigen.

Die deutschen Reiseveranstalter halten trotz der Krise in den deutsch-türkischen Beziehungen an ihrem Türkei-Geschäft fest. "Die Reisen für die Urlauber finden wie gebucht statt", teilte der Deutsche Reiseverband mit. Zuvor hatte das Auswärtige Amt seine Reisehinweise verändert. Sie raten nun zu erhöhter Vorsicht in der Türkei.

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Bei den aktuellen Hinweisen handelt es sich allerdings lediglich um einen sogenannten Sicherheitshinweis. Damit werden Reisende und Deutsche im Ausland dem Auswärtigen Amt zufolge "auf länderspezifische Risiken" aufmerksam gemacht. Eine konkrete Reisewarnung, bei der ein Fall erheblicher Gefährdung vorliegt, ist dies aber nicht.

Reisewarnungen, die etwa für Länder wie Syrien, Libyen, den Irak und Afghanistan gelten, werden dann ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. In diesem Fall werden Deutsche gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert.

Ob eine Reisewarnung oder ein Sicherheitshinweis gilt, kann wichtig für die Frage sein, ob eine gebuchte Reise kostenfrei storniert werden kann. Laut Auswärtigem Amt wird von Gerichten meist anerkannt, dass ein Fall erheblicher Gefährdung vorliegt, wenn für ein Land eine Reisewarnung ausgesprochen wird. Bei Sicherheitshinweisen ist das demnach nicht der Fall.

Geschäftsbedingungen gelten weiterhin

Letztlich müssten diese Fragen aber von Fall zu Fall geklärt werden, heißt es auf der Internetseite des Ministeriums. Reisenden wird dort empfohlen, sich an den Reiseveranstalter zu wenden und auch mögliche Alternativen wie eine Umbuchung zu prüfen. Ob man eine Reise kostenlos stornieren kann, hängt von der Kulanz des Reiseveranstalters ab. Der Verband, der Veranstalter und Reisebüros vertritt, erklärte: "Es gelten die regulären Allgemeinen Geschäftsbedingungen und damit die Storno- und Umbuchungsgebühren."

Die Reisebranche vermag die Folgen aufgrund der wachsenden Spannungen in der Türkei noch nicht abzusehen. Die Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes (DRV) sagte: Inwiefern sich das Urlaubsverhalten entwickeln werde, werde sich erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.

Das Geschäft mit den Türkei-Reisen schwächelt bereits seit dem gescheiterten Militärputsch im vergangenen Jahr. Zwar zogen die kurzfristigen Buchungen nach Angaben der GfK-Konsumforscher an. Insgesamt sei die Nachfrage nach Urlaub in dem Land am Bosporus in den Reisebüros aber schwach. Bis Ende Juni büßten die Umsätze mit Türkei-Reisen den Angaben zufolge im Vergleich zur guten Sommersaison 2015 zwei Drittel ein.

Quelle: n-tv.de

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