Wirtschaft
Zusammen mit der Post steigt der Automobilclub ins Fernbus-Geschäft ein.
Zusammen mit der Post steigt der Automobilclub ins Fernbus-Geschäft ein.(Foto: picture alliance / dpa)

Rückkehr der Postkutsche: ADAC Postbus nimmt Betrieb auf

Mit der Post und dem ADAC steigen zwei Schwergewichte in das Fernbus-Geschäft ein. Ab Oktober wollen die Partner die ersten Verbindungen anbieten - und dann rasch ausbauen. Dabei könnten künftig nicht nur Passagiere befördert werden.

Der Fernbus-Verkehr wird ab Oktober um einen großen Wettbewerber reicher. Dann wollen Deutsche Post und ADAC in das Geschäft einsteigen. In einem ersten Schritt werden dann täglich zwei Verbindungen von Köln nach München angeboten, wie ADAC Postbus auf seiner Internetseite mitteilte. Eine Linie verkehrt demnach in acht Stunden über Nürnberg - die andere in neun Stunden über Stuttgart.

Eine Postkutsche auf dem Weg durch den Thüringer Wald. Zusammen mit dem ADAC soll es bei den Städteverbindungen aber flotter zugehen.
Eine Postkutsche auf dem Weg durch den Thüringer Wald. Zusammen mit dem ADAC soll es bei den Städteverbindungen aber flotter zugehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Ab November sollen den Angaben zufolge weitere Verbindungen bei ADAC Postbus folgen: Dann verkehren Busse von Berlin nach Bremen, Bonn, Leipzig und Dresden sowie von Dortmund nach München.

Tickets sind für die Strecken von Köln nach München ab 28 Euro erhältlich, ADAC-Mitglieder erhalten einen Rabatt von zwei Euro. Im Preis inbegriffen ist ein Handgepäck und ein normales Aufgabe-Gepäckstück. Jedes weitere Gepäckstück kostet zehn Euro,  das gleiche gilt für Fahrräder.

ADAC: Ziel ist Marktführerschaft

Ziel sei es, Marktführer zu werden, sagte ADAC- Präsident Peter Meyer der "Bild". Laut Brief-Vorstand Jürgen Gerdes sollen bis zum Frühjahr 2014 die 30 größten Städte mit rund 60 Bussen verbunden sein. Die Auswertung dieses Geschäfts werde dann über das weitere Vorgehen entscheiden. Bereits derzeit werde geprüft, ob die Busse auch bestimmte Post-Sendungen transportieren sollen. Sein Gefühl sage ihm, dass "die Idee, Menschen, Pakete und Briefe zusammen in ein Gefährt zu setzen" beim Thema Bus auch was werden könnte. "Das ist aber derzeit noch Zukunftsmusik", sagte er der Zeitung.

Fernbusse dürfen in Deutschland erst seit Jahresbeginn in großem Umfang fahren, bis dahin hatten Jahrzehnte alte gesetzliche Regelungen dafür gesorgt, dass es nur auf wenigen Strecken im Fernverkehr auch Busse gab. Zur Zeit gibt es mehr als 100 Fernbuslinien.

Quelle: n-tv.de

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