Wirtschaft
Eine Marke am deutschen Autowerkstatt-Markt: ATU, Autoteile Unger, droht einem Magazinbericht die Pleite. Das Unternehmen selbst dementiert.
Eine Marke am deutschen Autowerkstatt-Markt: ATU, Autoteile Unger, droht einem Magazinbericht die Pleite. Das Unternehmen selbst dementiert.(Foto: picture alliance / dpa)

Deutschlands größte Autowerkstattkette: ATU dementiert Pleite-Gerüchte

Der US-Finanzinvestor übernimmt ATU für fast 1,5 Milliarden Euro. Nur wenige Jahre später kämpft die bekannte Werkstattkette offenbar um ihr Überleben. ATU leide unter einer enorm hohen Verschuldung, so ein Magazinbericht. ATU will davon nichts wissen.

Die angeschlagene Autowerkstattkette ATU (Autoteile Unger) hat Berichte über eine bevorstehende Pleite zurückgewiesen. "Wir befinden uns in Verhandlungen zu einer Refinanzierung und haben bereits gute Fortschritte erzielt. Wir sind weiterhin sehr zuversichtlich, eine gute Lösung zu finden", sagte ATU-Sprecher Markus Meißner. Die Gespräche liefen demnach gemeinsam mit dem ATU-Besitzer, dem Finanzinvestor KKR, und verschiedenen anderen Partnern.

Die "Wirtschaftswoche" hatte berichtet, Deutschlands größte Autowerkstattkette ATU kämpfe gegen eine drohende Pleite. Die hohe Verschuldung, die KKR dem Unternehmen aufgelastet habe, führe derzeit zu akuter Geldnot. Das bestritt ATU-Sprecher Meißner. "Wir sehen derzeit keine Liquiditätslücke."

Zu einer laut "Wirtschaftswoche" geplanten Verschiebung des eigentlich für Ende Oktober geplanten Refinanzierungsplans auf November oder womöglich erst Dezember sagte Meißner: "Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Sobald ein Ergebnis feststeht, werden wir das umgehend kommunizieren."

KKR, die jüngst erst den Gabelstapler-Konzern Kion erfolgreich an die Börse gebracht haben, hatten ATU für fast 1,5 Milliarden Euro 2004 übernommen. Der Großteil des Kaufpreis war aber fremdfinanziert und die Kosten wurden dem als Autoteile Unger bekannten und großgewordenen Unternehmen aufgebürdet.

Quelle: n-tv.de

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