Wirtschaft
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank erhoben.
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank erhoben.(Foto: picture alliance / dpa)

Bandenmäßige Steuerhinterziehung: Acht Deutsche-Bank-Mitarbeiter angeklagt

Die schlechten Nachrichten rund um die Deutsche Bank reißen nicht ab: Acht Mitarbeiter des Geldhauses sollen sich am Handel mit Emissionszertifikaten beteiligt haben - und das alles andere als legal. Der Vorwurf der Generalstaatsanwaltschaft wiegt schwer.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen des Verdachts der bandenmäßigen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Handel von Luftverschmutzungsrechten erhoben. Sie legt sieben derzeitigen und einem ehemaligen Mitarbeiter einer Großbank zur Last, sich von September 2009 bis Februar 2010 als Mitglieder einer Bande an einem Umsatzsteuerkarussell im Zusammenhang mit dem Handel von CO2-Emissionszertifikaten beteiligt zu haben, wie die Ermittler mitteilten.

Im Gesamtkomplex führt die Generalstaatsanwaltschaft bereits seit Jahren Untersuchungen durch. Es gab auch bereits Urteile gegen einzelne Täter außerhalb der Bank. Über deutsche Gesellschaften wurden demnach im großen Stil Emissionsrechte aus dem Ausland gekauft und im Inland über zwischengeschaltete Firmen weiterverkauft, ohne Umsatzsteuer zu bezahlen. Die jeweils letzte Gesellschaft in der Kette soll die CO2-Zertifikate wieder ins Ausland veräußert haben. Dafür bekam sie die Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet.

Die Deutsche Bank erklärte: "Unsere Untersuchung des CO2-Sachverhalts dauert an und sie umfasst alle relevanten Fakten, die in Frage kommen". Das Geldhaus kooperiere mit den entsprechenden Behörden. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor über die Anklageerhebung berichtet.

Quelle: n-tv.de

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