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Rekorde bei Trikots und Bällen: Adidas sieht sich als Fußball-Weltmeister

Kurz vor Beginn der K.o.-Runde bei der WM in Brasilien kürt sich der deutsche Sportartikelhersteller Adidas zum globalen Champion des Fußballs. Die Geschäfte auf Rekordniveau sind gemacht. Konkurrent Nike hat das Nachsehen.

Während der WM in Brasilien ruft sich Adidas zum Umsatz-Weltmeister im Fußballgeschäft aus. "Wir werden unser anvisiertes Umsatzziel von zwei Milliarden Euro in der Kategorie Fußball für das Jahr 2014 definitiv erreichen", sagte Vorstandschef Herbert Hainer. Der Betrag könne sogar etwas höher ausfallen. "Aber ich denke nicht, dass es sehr weit über den zwei Milliarden sein wird." Mit diesem angestrebten Rekordwert bleibe der deutsche Ausrüster auch in diesem Jahr die Nummer eins in der populärsten Sportart vor Nike.

Adidas ist offizieller WM-Sponsor und hat von seinen neun Nationalmannschaften noch sieben Teams im Rennen, darunter Deutschland und Argentinien. Der noch amtierende Welt- und Europameister Spanien, auf den Hainer wieder große Hoffnungen gesetzt hatte, blieb allerdings schon in der Vorrunde völlig überraschend auf der Strecke. In Nike-Trikots laufen ebenfalls noch sieben Teams auf, nachdem drei ausgeschieden sind, darunter England.

Der Erzrivale aus den USA führt nach Umsatz insgesamt die Weltrangliste an. Während Nike im vergangenen Jahr umgerechnet 18,6 Milliarden Euro erlöste, kam Adidas auf 14,5 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr hat Hainer ein Ziel von bis zu 15,7 Milliarden Euro ausgegeben. Im prestigeträchtigen Fußballgeschäft lag Nike zuletzt mit rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz hinter den Deutschen, die auf deutlich mehr als 1,7 Milliarden Euro kamen. Allerdings hatte sich Nike im Geschäft mit Fußballschuhen vor der WM als Marktführer gesehen.

Acht Millionen Trikots - 14 Millionen Bälle

Hainer kündigte an, Adidas werde mehr Trikots und Fußbälle im WM-Design absetzen als bei den früheren Weltmeisterschaften: Mehr als 8 Millionen verkaufte Trikots - gut 1,5 Millionen mehr als der bisherige Spitzenwert. Hinzu werden wohl über 14 Millionen "Brazuca"-Bälle kommen. Den Ball der Fußball-WM vor vier Jahren in Südafrika ("Jabulani") hatte das Unternehmen 13 Millionen Mal verkauft.

Auch die WM-Schuhe, die sich in schwarz-weißem Design von der farbigen Konkurrenz abheben sollen, kämen seit dem Verkaufsstart Ende Mai bei der Kundschaft gut an. Im Geschäft mit den Fußball-Tretern hatte Nike dem deutschen Konzern zuletzt besonders zugesetzt.

Doch während die Sporthändler noch stark auf eine spannende Endrunde hoffen, dürfte sich der Ausgang der WM nicht mehr gravierend auf die Absatzzahlen von Adidas auswirken. Der Konzern habe bereits 80 bis 90 Prozent seiner T-Shirts an den Einzelhandel verkauft, sagte Hainer. "Was jetzt noch während des Turniers passiert, ist das Sahnehäubchen auf dem Kuchen."

Quelle: n-tv.de

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