Donnerstag, 18. März 2010
Jahresverlust verringert: Air Berlin hält sich wacker
Für die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft ist das Krisenjahr 2009 nicht so schlimm wie befürchtet verlaufen. Das Unternehmen baut sogar seinen Jahresverlust ab. Im Langstreckengeschäft will Air Berlin angesichts der unsicheren Konjunktur weiterhin vorsichtig agieren.Air Berlin hat das Krisenjahr 2009 mit einem kleinen Verlust überstanden. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft weist in ihrer Bilanz unterm Strich ein Minus von 9,5 Millionen Euro aus nach einem Fehlbetrag von 83,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Konzernumsatz sank um 4,4 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro, wie Air Berlin mitteilte.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) steigerte die Airline von zwei Millionen Euro 2008 auf 28,5 Millionen Euro. Dank eines Effizienzprogramms seien die operativen Kosten um 6,2 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro gedrückt worden.
Air Berlin hatte im vergangenen Jahr wegen der Branchenflaute sein Sitzplatzangebot um 2,6 Prozent verringert. Die Zahl der Passagiere sank um 3,9 Prozent auf 27,91 Millionen. Zur Hauptreisezeit im kommenden Sommer sollen nun die Kapazitäten wieder um sechs bis acht Prozent ausgebaut werden, hatte der Konzern auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) angekündigt.
Im Langstreckengeschäft will Air Berlin angesichts der unsicheren Konjunktur weiterhin vorsichtig agieren. Erst am Dienstag hatte das Unternehmen Bestellungen von "Dreamliner"-Flugzeugen beim amerikanischen Hersteller Boeing zurückgezogen. Air Berlin nimmt jetzt nur noch 15 der 25 bestellten Boeing 787 ab.
Der vollständige Geschäftsbericht 2009 wird am 25. März veröffentlicht.
wne/dpa
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