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Heizungsförderung 2026Wer für eine Wärmepumpe bis zu 22.400 Euro Zuschuss erhalten kann

25.08.2026, 09:00 Uhr
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An einem Backstein-Doppelhaus aus dem Jahr 1925 in Lüneburg wurde eine aroTHERM plus von Vaillant installiert. Vor allem beim Heizungstausch im Bestand kann die staatliche Förderung den Umstieg auf eine Wärmepumpe finanziell erleichtern. (Foto: Vaillant)

Welche Boni gelten noch? Welches Einkommen zählt? Und lohnt es sich, den Heizungstausch noch 2026 anzugehen? Die wichtigsten Änderungen und worauf Eigentümerinnen und Eigentümer beim Antrag achten sollten. 

Das Wichtigste zur neuen Heizungsförderung 

  • Die Grundförderung beträgt weiterhin 30 Prozent. 

  • Bei Einfamilienhäusern werden derzeit maximal 28.000 Euro als förderfähige Kosten berücksichtigt. 

  • Für bestimmte selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer sind insgesamt bis zu 80 Prozent Förderung möglich. 

  • Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt derzeit 16 Prozent. 

  • Der bisherige Effizienzbonus für Wärmepumpen entfällt. 

  • Ab Februar 2027 werden die maximal förderfähigen Kosten halbjährlich um 750 Euro reduziert. Gleichzeitig sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus jeweils um vier Prozentpunkte. 

Aus welchen Bestandteilen setzt sich die Förderung für Wärmepumpen zusammen? 

Auch nach der Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom 21. Juli 2026 wird der Einbau von Wärmepumpen weiterhin gefördert. Geändert wurden vor allem die maximal förderfähigen Kosten und die Bonusregelungen. Bei Einfamilienhäusern werden maximal 28.000 Euro als förderfähige Kosten berücksichtigt. Kosten, die darüber hinausgehen, fließen nicht in die Berechnung des Zuschusses ein. Neben 30 Prozent Grundförderung kann der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent sowie ein stärker sozial gestaffelter Einkommensbonus greifen. Der bisherige Effizienzbonus von fünf Prozent für Wärmepumpen ist entfallen. Insgesamt sind für bestimmte selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer bis zu 80 Prozent Förderung möglich. Die möglichen Förderbausteine im Überblick: 

30 Prozent Grundförderung 

Für den Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe beträgt die Grundförderung 30 Prozent der förderfähigen Kosten. 

16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus 

Selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer können zusätzlich einen Klimageschwindigkeitsbonus von derzeit 16 Prozent erhalten, wenn sie bestimmte ältere, noch funktionierende Heizungen durch eine förderfähige klimafreundliche Lösung ersetzen, etwa durch die aroTHERM plus von Vaillant. Das gilt etwa für Öl-, Kohle- und Nachtspeicherheizungen sowie bestimmte Gasheizungen. Bei einer Gasheizung greift der Bonus nur, wenn sie mindestens 20 Jahre alt ist. 

Bis zu 40 Prozent Einkommensbonus 

Die Höhe des Einkommensbonus richtet sich nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen: 

  • bis 30.000 Euro: 40 Prozent 

  • 30.001 bis 40.000 Euro: 30 Prozent 

  • 40.001 bis 50.000 Euro: 10 Prozent 

Familienregelung erhöht die Einkommensgrenze 

Lebt mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt, erhöhen sich durch die Familienregelung die Einkommensgrenzen einmalig um 10.000 Euro: 

  • bis 40.000 Euro: 40 Prozent 

  • 40.001 bis 50.000 Euro: 30 Prozent 

  • 50.001 bis 60.000 Euro: 10 Prozent 

Eine Beispielrechnung: Eine Familie mit einem minderjährigen Kind lebt im eigenen Einfamilienhaus und verfügt über ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen von 40.000 Euro. Ersetzt sie ihre alte Ölheizung durch eine förderfähige Wärmepumpe, kann sie aufgrund der Familienregelung einen Einkommensbonus von 40 Prozent erhalten. Zusammen mit 30 Prozent Grundförderung und 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus ergeben sich rechnerisch 86 Prozent. Da die Gesamtförderung auf 80 Prozent begrenzt ist, sind bei 28.000 Euro förderfähigen Kosten maximal 22.400 Euro Zuschuss möglich.

Warum ein Förderantrag 2026 finanzielle Vorteile bringen kann  

Wer seinen Heizungstausch ohnehin plant, sollte die Fördermöglichkeiten frühzeitig prüfen. Denn ab dem 1. Februar 2027 werden die maximal förderfähigen Kosten im Einfamilienhaus halbjährlich um jeweils 750 Euro reduziert. Gleichzeitig sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus jeweils zum 1. Februar und 1. August um vier Prozentpunkte und läuft zum 1. August 2028 vollständig aus. „Ein noch 2026 gestellter Förderantrag kann daher mehrere hundert bis mehrere tausend Euro Unterschied bedeuten“, erklärt Daniel Schwehn, Fördermittelexperte bei Vaillant. „Wichtig ist, frühzeitig zu prüfen, welche Boni im konkreten Fall möglich sind und welche Unterlagen für den Antrag benötigt werden.“ Nach der Zuschusszusage muss die Heizungsmodernisierung dabei nicht unmittelbar beginnen: Für die Umsetzung stehen Eigentümerinnen und Eigentümern in Abstimmung mit dem Fachbetrieb bis zu drei Jahre zur Verfügung. 

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Praxisbeispiel Lüneburg: Hausbesitzer Christoph Lindemann-Sieling vor der installierten aroTHERM plus von Vaillant. In seinem Backstein-Doppelhaus von 1925 wurde die bisherige Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt. Für den Heizungstausch erhielt er eine staatliche Förderzusage. (Foto: Vaillant)

Welches Einkommen zählt für den Einkommensbonus? 

Für den Einkommensbonus maßgeblich ist das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen, kurz zvE, das im Einkommensteuerbescheid ausgewiesen wird. Entscheidend ist jedoch nicht das aktuelle Einkommen: Für die Berechnung wird der Durchschnitt aus dem zweiten und dritten Jahr vor Eingang des Förderantrags herangezogen. Dabei werden die zu versteuernden Einkommen aller im Haushalt lebenden Personen berücksichtigt. Das zu versteuernde Einkommen liegt häufig unter dem Bruttoeinkommen, da das Finanzamt bei seiner Berechnung beispielsweise bestimmte Vorsorgeaufwendungen, Sonderausgaben, Kinderfreibeträge und außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt.  

Lohnt sich eine Wärmepumpe trotz der neuen Förderregelungen? 

Wärmepumpen bieten auch unabhängig von der Förderung langfristige Vorteile: Luft-Wasser-Wärmepumpen wie die von Stiftung Warentest mit der Note „Gut“ (2,3) ausgezeichnete aroTHERM plus (10 kW) von Vaillant nutzen einen großen Teil kostenloser Umweltenergie und arbeiten besonders effizient. Zudem machen sie Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer unabhängiger von fossilen Brennstoffen und deren Preisentwicklung. Gleichzeitig können steigende CO₂-Kosten und höhere Preise für Öl und Gas die laufenden Kosten fossiler Heizungen künftig weiter erhöhen. „Man muss nur auf die Energiepreise schauen. Fossile Energie ist deutlich teurer geworden, während Strom, insbesondere erneuerbarer, vergleichsweise stabil geblieben ist. Dadurch ist die Wärmepumpe wirtschaftlich deutlich attraktiver geworden“, sagt Dr. Tillmann von Schroeter.

Wie groß das Einsparpotenzial im Einzelfall sein kann, zeigt ein Praxisbeispiel von Vaillant aus Marienheide. In einem Einfamilienhaus aus dem Jahr 1974 wurde eine Ölheizung durch die aroTHERM plus (10kW) von Vaillant ersetzt. Für die vorherige Ölheizung wurde ein theoretischer Vergleichswert von rund 4.133 Euro Heizkosten pro Jahr berechnet. Für die Wärmepumpe fielen jährliche Heizkosten von ca. 1.855 Euro an. Daraus ergibt sich eine rechnerische Ersparnis von rund 2.278 Euro beziehungsweise etwa 55 Prozent pro Jahr. Das Praxisbeispiel lässt sich nicht eins zu eins auf andere Gebäude übertragen. Die tatsächlichen Kosten und Einsparungen hängen unter anderem vom energetischen Zustand des Hauses, der bisherigen Heizung, dem Stromtarif, der Auslegung der Wärmepumpe und dem individuellen Heizverhalten ab.

Dass Wärmepumpen grundsätzlich auf eine hohe Zufriedenheit stoßen, zeigt eine repräsentative forsa-Befragung im Auftrag des Bundesverbands Wärmepumpe unter 794 Hausbesitzenden von Bestandsgebäuden: 96 Prozent sind mit ihrer Wärmepumpe sehr oder eher zufrieden. 

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Eigenheimbesitzende und Vaillant Kunden Pia Bondke und Fabian Schiedeck aus Marienheide im Gespräch mit David Neumann, Installateur- und Heizungsbauermeister bei der Wirths GmbH. (Foto: Vaillant )

Wie beantragt man die Förderung für Wärmepumpen? 

Die Förderung muss grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme beantragt werden. Beim Förderantrag kommt es deshalb auf eine gute Vorbereitung und die richtige Reihenfolge an. Wer den Vaillant Fördergeldservice nutzt, kann sich dabei an verschiedenen Stellen im Förderprozess unterstützen lassen. 

  1. Beratung und Angebot einholen

    Zunächst berät ein Heizungsfachbetrieb dazu, welches Wärmepumpensystem zum Gebäude und zum individuellen Bedarf passt. Der Fachbetrieb erstellt ein Angebot sowie einen Liefer- und Leistungsvertrag. Dieser muss einen geplanten Umsetzungszeitraum enthalten und unter einer aufschiebenden oder auflösenden Bedingung im Hinblick auf die KfW-Zusage stehen.

    Der Vaillant Fördergeldservice kann direkt über einen Vaillant Heizungsfachbetrieb angefragt werden. Er gibt Orientierung dazu, welche Fördermöglichkeiten für den geplanten Heizungstausch infrage kommen können, einschließlich möglicher regionaler Förderangebote.

  2. Förderantrag vorbereiten

    Für den KfW-Antrag wird eine Bestätigung zum Antrag, kurz BzA, benötigt. Bei Nutzung des Vaillant Fördergeldservices übermittelt der Heizungsfachbetrieb die erforderlichen Unterlagen an die Sunshine Energieberatung GmbH. Sie führt den Fördergeldservice durch, erstellt die BzA und unterstützt bei der Zusammenstellung der erforderlichen Dokumente. 

  3. Antrag im KfW-Portal stellen

    Mit der BzA, dem Liefer- und Leistungsvertrag und den weiteren erforderlichen Angaben stellen Eigentümerinnen und Eigentümer den Antrag selbst im KfW-Portal. Der Vaillant Fördergeldservice stellt dafür eine Ausfüllhilfe bereit und informiert über maßgebliche Fristen und die weiteren Schritte im Förderprozess. Für die fristgerechte Einreichung des Antrags sind die Antragstellenden selbst verantwortlich.

     

    Sind die Fördervoraussetzungen erfüllt, erteilt die KfW die Zuschusszusage.

  4. Modernisierung umsetzen

    Nach der Zuschusszusage kann die Heizungsmodernisierung beginnen. Für die Umsetzung stehen Eigentümerinnen und Eigentümern in Abstimmung mit dem Fachbetrieb bis zu drei Jahre zur Verfügung. 

  5. Nachweise einreichen und Zuschuss erhalten

    Nach Abschluss der Arbeiten prüft bei Nutzung des Vaillant Fördergeldservices die Sunshine Energieberatung GmbH die Unterlagen und erstellt die Bestätigung nach Durchführung, kurz BnD. Anschließend reichen die Antragstellenden die BnD-ID, die Schlussrechnungen und gegebenenfalls weitere erforderliche Nachweise selbst im KfW-Portal ein. Nach positiver Prüfung zahlt die KfW den Zuschuss aus.

     

    Wie gut der Förderprozess funktionieren kann, zeigt die Erfahrung des Vaillant Kunden Christoph Lindemann-Seidling aus Lüneburg: „Nach Einreichung der Unterlagen Ende Februar lag bereits sechs Wochen später die Bewilligung vor. Das hat mich schon überrascht, wie schnell und reibungslos alles ablief.“

Sie möchten den Förderprozess gut vorbereitet angehen? Weitere Informationen zum Vaillant Fördergeldservice: https://www.vaillant.de/service/foerdergeldservice/

Bitte beachten Sie, dass auf sämtliche Fördermittel kein Rechtsanspruch besteht. Informationen zu den konkreten Voraussetzungen und Bedingungen für eine Förderung bei einem Wechsel von einer alten Heizung zu einem klimafreundlichen Heizgerät finden Sie auch unter www.vaillant.de. 

Quelle: ntv.de