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Airbus-Ingenieure träumen von einem ebenbürtigen Nachfolger für die legendäre Concorde.
Airbus-Ingenieure träumen von einem ebenbürtigen Nachfolger für die legendäre Concorde.(Foto: picture alliance / dpa)

Paris - Tokio in drei Stunden: Airbus meldet Patente für Superjet an

Mal eben von Paris nach Tokio in drei Stunden? Das ist eine Zukunftsvision für ein neues Airbus-Flugzeug. Die entsprechenden Patente erkennt die USA nun an - doch Flugzeugfans müssen sich noch lange gedulden.

Airbus hat in den USA Patente angemeldet, die den Bau eines Flugzeugs ermöglichen sollen, das in drei Stunden von Paris nach Tokio fliegen kann. Bislang dauert diese Reise viermal so lange. Der Flieger soll mit normalen Jet-Triebwerken starten, dann mit Raketenkraft auf 30 Kilometer Höhe steigen. Dort würde er mit viereinhalbfacher Schallgeschwindigkeit reisen und schließlich wieder mit Jettriebwerk landen. Das berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Die Idee dazu ist bereits vier Jahre alt, nun wurde die Technologie aber als Patent anerkannt.

Bis dieser Superjet tatsächlich abhebt, könnten aber noch 30 oder 40 Jahre vergehen, wenn es denn überhaupt dazu komme, zitiert die Zeitung einen Airbus-Sprecher. Jedes Jahr würden Hunderte Patente angemeldet, um geistiges Eigentum zu schützen. Viele befänden sich noch in einem sehr frühen Stadium und nicht jedes werde tatsächlich irgendwann einmal realisiert.

Möglicherweise komme die Technik dann auch in anderen Bereichen zum Einsatz. Laut "Guardian" arbeitet Airbus gerade an zwei Überschallflugzeugen. Mit an Bord seien jeweils japanische sowie russische und australische Partner. Ziel sei es, die sechsfache Schallgeschwindigkeit zu erreichen.

Bei allen Superlativen - ein Passagierflugzeug, das mit Überschallgeschwindigkeit fliegen kann, wäre nichts Neues. Die Concorde flog zwischen 1976 und 2003 im Linienbetrieb von London und Paris nach New York. Sie erreichte 2,2 Mach und schaffte die Atlantiküberquerung in drei bis dreieinhalb Stunden und galt daher manchen als "Königin der Lüfte". Von 1977 bis 1978 flog zudem die sehr ähnlich konstruierte Tupolew Tu-144 durch den Macht- und Einflussbereich der Sowjetunion.

Der Betrieb beider Flugzeuge wurde aber wegen technischer Probleme und mangelnder Wirtschaftlichkeit eingestellt. Entscheidend war dabei die Katastrophe vom 25. Juli 2000, als eine Concorde im Pariser Flughafen Charles de Gaulle beim Start abstürzte und 113 Menschen in den Tod riss.

Quelle: n-tv.de

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