Wirtschaft

Run von InvestorenAlibaba erwägt Anhebung der Preisspanne

15.09.2014, 15:22 Uhr
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Emissionsvolumen von fast 25 Milliarden US-Dollar. (Foto: dpa)

Alibaba plante bereits einen Rekord-Börsengang, jetzt könnte er wohl noch größer als geplant ausfallen. Der chinesische Internetriese rührt unterdessen weiter die Werbetrommel. In Hongkong will Firmengründer Ma asiatische Anleger überzeugen.

Der chinesische Internetriese Alibaba könnte bei seinem Mega-Börsengang in New York laut US-Medienberichten noch mehr Geld als erwartet einnehmen. Wegen der enormen Nachfrage von Investoren erwäge der Konzern, das obere Ende der Preisspanne für seine Aktien über 70 US-Dollar zu heben, meldete der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf eine eingeweihte Quelle. Bislang waren 66 Dollar als Obergrenze für den geplanten Ausgabepreis angesetzt.

Auch das "Wall Street Journal" berichtete fast zeitgleich mit Bezug auf Insider über eine mögliche Erhöhung der Preisspanne. Der letzte offizielle Planungsstand von Alibaba sieht ein Emissionsvolumen von bis zu 24,3 Milliarden Dollar vor. Schon damit würde das Unternehmen den bisher größten Börsengang stemmen. Bereits am Mittwoch - einen Tag früher als ursprünglich geplant - sollen die Orderbücher geschlossen werden. Danach dürfte dem Handel der Alibaba-Aktie unter dem Kürzel BABA an der New Yorker Börse nichts mehr im Weg stehen.

Finanzstarke Investoren in New York

Derzeit tourt das Alibaba-Management mit Werbeveranstaltungen um die Welt, um Investoren zu überzeugen. Die sogenannte "Roadshow" ist zum Wochenauftakt in Hongkong und damit erstmals in Asien angekommen. Danach geht es weiter nach Singapur. Firmengründer Jack Ma zeigte sich vor Journalisten in Hongkong enttäuscht, dass die Erstemission nicht in Hongkong stattfinden kann. Die Hongkonger Börse hatte das Aktiendebüt wegen einer nicht ausreichend transparenten Firmenstruktur und der großen Macht von Ma abgelehnt. Daraufhin hatte sich Alibaba an New York gewandt.

Alibaba will mit dem Börsengang Geschichte schreiben. Es könnte der größte Börsengang der Geschichte werden, wenn der Konzern die 22,1 Milliarden der chinesischen Landwirtschaftsbank 2010 in Hongkong und Shanghai übertreffen sollte. Chinas Internetfirmen drängen in New York an die Börse, weil hier finanzstarke und internetverliebte Investoren sitzen.

Alibaba betreibt Taobao, einen Marktplatz für kleine und mittlere chinesische Unternehmen, sowie Tmall, eine Art Online-Kaufhaus für etablierte Marken. Im kommenden Jahr soll die Volksrepublik laut Analysten-Prognosen zum größten Markt für den Onlinehandel aufsteigen. 2012 kauften Kunden nach Zahlen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in China Waren im Wert von 190 Milliarden Dollar im Internet. Nur in den USA waren es mit 225 Milliarden Dollar noch mehr.

Quelle: ntv.de, wne/dpa

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