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In Nordamerika läuft's gut: Amazon überrascht mit Gewinn

Börsianer haben sich daran gewöhnt, dass der Online-Händler Amazon das Geld schnell wieder in den Ausbau des Geschäfts steckt. Jetzt reichte schon ein bescheidener Quartalsgewinn, um sie zu verzücken. Gründer Bezos steigt zum drittreichsten US-Amerikaner auf.

Der US-Konzern Amazon hat die Anleger mit einem schmalen Gewinn von 79 Millionen Dollar positiv überrascht. Sie ließen die Aktie des weltgrößten Online-Händlers nachbörslich um rund zehn Prozent steigen. Zuvor war die Aktie an der Nasdaq mit einem Plus von 1,46 Prozent bei 563,91 Dollar aus dem regulären Handel gegangen.

Die starken Zahlen fielen sehr viel besser aus als erwartet. Am Markt hatten sich Beobachter zuvor im Schnitt eher auf einen Quartalsverlust eingestellt. Im Vorjahresquartal hatte Amazon 437 Millionen Dollar Verlust verbucht. Jetzt deuten die wichtigsten Kennziffern im aktuellen Zwischenbericht deutlich nach oben: Der Umsatz stieg um gut 23 Prozent auf 25,36 Milliarden Dollar.

Mit den jüngsten Kursgewinnen der Amazo-Aktie rückte Gründer und Chef Jeff Bezos nach Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg auf Platz drei in der Rangliste der reichsten US-Amerikaner vor. Das Vermögen des 51-Jährigen liege nun bei 55 Milliarden Dollar und vor ihm seien nur Microsoft-Gründer Bill Gates und Investment-Legende Warren Buffet, hieß es.

Erfolge in der Cloud

Für die schwarzen Zahlen sorgten vor allem das Geschäft in Nordamerika und die Cloud-Sparte, die viele Unternehmen mit Rechenleistung aus dem Netz versorgt. Dabei ist das Cloud-Geschäft für Amazon sehr lukrativ. Bei einem Umsatz von knapp 2,1 Milliarden Dollar lag der operative Gewinn bei 521 Millionen Dollar. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 78 Prozent bei den Erlösen. Und das operative Ergebnis war mehr als fünfmal höher.

In seinem Kerngeschäft erzielte der Online-Händler allein in Nordamerika einen in etwa genauso hohen operativen Gewinn von 528 Millionen Dollar. Dafür musste Amazon aber 15 Milliarden Dollar umsetzen. Im internationalen Handelsgeschäft gab es rote Zahlen von 56 Millionen Dollar. Auslöser dürfte der starke Dollar sein, durch den Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung in den Büchern niedriger ausfallen.

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Quelle: n-tv.de

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