Wirtschaft

Lichtblick in der Eurozone: Arbeitsmarktlage ist besser als erwartet

Für eine positive Überraschung sorgen neue Arbeitsmarktdaten aus der Eurozone. Die Zahl der Arbeitslosen geht stärker zurück als von Experten prognostiziert. Allerdings bereitet die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien weiter große Sorgen.

Arbeitsuchende in Amadora bei Lissabon.
Arbeitsuchende in Amadora bei Lissabon.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im November überraschend zurückgegangen. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, sank die Arbeitslosenquote auf 10,5 Prozent. Das ist die niedrigste Quote seit Oktober 2011. Im Vormonat hatte sie bei revidiert 10,6 Prozent (vorläufig: 10,7 Prozent) gelegen hatte. Volkswirte hatten eine Quote von 10,7 Prozent erwartet.

In der gesamten EU-28 betrug die Arbeitslosenquote 9,1 Prozent (Vormonat: 9,2 Prozent). Nach Schätzungen von Eurostat waren im November in der Eurozone 16,9 Millionen Menschen und in der gesamten EU 22,2 Millionen Menschen arbeitslos. Bei den Eurostat-Zahlen handelt es sich um saisonbereinigte Daten, die gemäß den Kriterien der International Labour Organization (ILO) ermittelt werden.

Am niedrigsten war die Arbeitslosigkeit laut Eurostat in Deutschland (4,5 Prozent), am höchsten in Griechenland (24,6 Prozent nach jüngsten Zahlen vom September). Vergleichsweise hoch ist weiterhin die Jugendarbeitslosigkeit bei Menschen unter 25 Jahren, insbesondere in Griechenland (49,5 Prozent im September) und Spanien (47,5 Prozent).

Besseres Geschäftsklima

Zudem gibt es ermutigende Daten von der Wirtschaftsfront. Die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone hellte sich überraschend auf. Das Barometer für das Geschäftsklima stieg im Dezember um 0,7 auf 106,8 Punkte, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte. Ökonomen hatten mit einem unveränderten Niveau gerechnet.

Das Klima im Einzelhandel verschlechterte sich, während es bei den Verbrauchern, in der Baubranche sowie in der Industrie und im Service-Sektor nach oben ging. Laut Markit haben die Dienstleister im Währungsraum 2015 das stärkste Geschäftswachstum seit 2010 hingelegt. Ein Grund dafür sei die gute Binnenkonjunktur in Deutschland.

Quelle: n-tv.de

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