Wirtschaft

IWF sieht weiteren Reformbedarf: Athen verzeichnet erste Erfolge

Lange ist es her, dass die griechische Wirtschaft ein Wachstum verzeichnen konnte. Finanzminister Stournaras erwartet, dass sein Land zum Jahresende die Rezession hinter sich lässt. Der IWF sieht Athen auf dem Weg in die richtige Richtung.

Yannis Stournaras
Yannis Stournaras(Foto: picture alliance / dpa)

Griechenland wird nach Erwartung von Finanzminister Yannis Stournaras zum Jahresende die jahrelange Rezession überwinden. Die Wirtschaft werde dann auf Quartalsbasis zum Wachstum zurückkehren, sagte Stournaras dem "Handelsblatt": "2014 könnte das Jahr sein, in dem das Bruttoinlandsprodukt wieder stetig steigt."

Das mit internationalen Hilfen vor der Staatspleite bewahrte südeuropäische Land kann bei der Haushaltssanierung auf erste kleine Erfolge verweisen. So fiel 2012 das Primärdefizit - bei dem die Kosten für den Schuldendienst nicht mitgezählt werden - geringer aus als erwartet. Der Minister äußerte die Hoffnung, dass der Primärsaldo in diesem Jahr nicht nur wie geplant ausgeglichen sein wird, sondern "dass wir einen kleinen Überschuss erwirtschaften können".

Stournaras verwies auf weitere Fortschritte Griechenlands. "Die Einlagen bei den Banken steigen wieder, die Renditen unserer Bonds gehen zurück, die Märkte glauben daran, dass Griechenland es schaffen wird, und es gibt viel Interesse an unseren Privatisierungsvorhaben", führte er aus.

IWF gibt Tranche frei

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bewegt sich Griechenland in die richtige Richtung. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte, dass trotz der Fortschritte noch "kraftvolle" Reformen nötig seien. Außerdem müssten die Eurozonen-Partner das Land langfristig unterstützen. "Die Strategie bleibt darauf ausgerichtet, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen", ergänzte sie.

Kurz zuvor hatte der Fonds die nächste Hilfstranche für Griechenland freigegeben. Die Zahlung der 3,24 Milliarden Euro wurde allgemein erwartet. Neben Griechenland bekommt auch Portugal frisches Geld. Der IWF stimmte dafür, weitere knapp 839 Millionen Euro dem Land auszuzahlen.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen