Wirtschaft
Nicht immer ist es ein gutes Zeichen, wenn Gras über die Sache wächst.
Nicht immer ist es ein gutes Zeichen, wenn Gras über die Sache wächst.(Foto: picture alliance / dpa)

Baugenehmigung läuft aus: BER drohen weitere Kosten

Ende November 2016 muss der Hauptstadtflughafen BER stehen, sonst erlischt die Baugenehmigung für das Hauptterminal. Danach sieht es derzeit aber nicht aus. Es wird also noch teurer.

Berlins künftigem Hauptstadtflughafen BER droht nach Informationen der "Wirtschaftswoche" ein weiteres Kosten-Debakel. Wenn der Airport nicht bis zum 23. November 2016 fertiggestellt sein sollte, erlösche die Baugenehmigung für das Hauptterminal, ein schneller Fortschritt des Baus zeichne sich allerdings nicht ab.

"Die komplette Fertigstellung des BER bis Ende 2016 ist ausgeschlossen. Da wird noch kein Flugzeug fliegen", sagte der Berliner Baurechtsanwalt Ralf Leinemann, der viele Baufirmen am Airport vertritt, der "Wirtschaftswoche".

Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn müsste folglich eine neue Baugenehmigung beantragen. Laut "Wirtschaftswoche" hätte dies weitreichende und teure Nachrüstungen zur Folge. Bei einem neuen Antrag müsste das Terminal laut Leinemann "alle Vorschriften und Standards erfüllen, die seit Inkrafttreten der vorherigen Genehmigung gültig geworden sind". Sie stamme noch aus dem Jahr 2009. "Dies betrifft vor allem schärfere Energie-Einsparvorschriften oder DIN-Normen für Lüftung, Sicherheit und Elektrik. Das würde einen komplexen und teuren Umbau des Terminals erfordern", so Leinemann weiter.

Bislang würden die Baukosten des Hauptstadt-Airports, der ursprünglich Ende 2011 in Betrieb gehen sollte, mit rund 5,4 Milliarden Euro taxiert, berichtet das Magazin. Mehdorn wolle dem Aufsichtsrat am 12. Dezember einen Zeitraum nennen, in dem Berlins Flughafen endlich starten soll. Um diese Frist einhalten zu können, plane er Branchenkreisen zufolge, Sachverständige baubegleitend einzusetzen. Sie sollen eine zügige Abnahme des Flughafens durch die Behörden erleichtern. Gleichzeitig dürfte der BER-Chef auch mehr Hilfe von den Politikern einfordern. Sie könnten etwa die Baubehörden dazu verpflichten, die Fertigstellungserklärung des BER innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens zu bearbeiten. Das Aushebeln der Frist gelte als letztes Mittel.

Quelle: n-tv.de

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