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Bafin untersucht Transfer: BVB droht Ärger wegen Götze

Borussia Dortmund ist Deutschlands einziger börsennotierter Fußballverein. Und das könnte den Schwarz-Gelben jetzt auf die Füße fallen, denn der Weggang eines Idols und absoluten Leistungsträgers ist ad-hoc-pflichtig, weil eine wichtige Personalentscheidung. Die Finanzaufsicht ist alarmiert.

Abseits des sportlichen Erfolgs droht Borussia Dortmund (BVB) Ärger wegen des Wechsels von Jungstar Mario Götze zum Rekordmeister FC Bayern München.zur nächsten Saison. Aktionärsschützern zufolge verstößt dieser gegen Börsenregeln. "Der Weggang eines Leistungsträgers bei einem börsennotierten Fußballclub ist ad-hoc-pflichtig", sagte der Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Klaus Nieding, dem "Focus": Dazu bedürfe es nicht erst einer offiziellen Bestätigung.

Nieding verwies auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes. Danach müssen Aktiengesellschaften wichtige Personalentscheidungen bereits dann publik machen, wenn sie vorbereitet und sehr wahrscheinlich sind.

Der börsennotierte BVB hatte trotz tagelanger Kenntnis um den feststehenden Wechsel seines Profis für die Ablösesumme von 37 Mio. Euro keine Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) sagte, der Fall werde ergebnisoffen untersucht.

Der Transfer wurde auch in der Öffentlichkeit breit diskutiert und von Seiten der BVB-Führung kritisiert. Stein des Anstoßes war der Zeitpunkt der Verkündung, kurz vor dem Champions-League-Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid. "Das hätte man von Bayern-Seite stilvoller machen können", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke etwa.

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Quelle: n-tv.de

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