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Ist der Zug für Pofalla abgefahren?: Bahn muss Profiteinbruch verkraften

In der Bilanz der Deutschen Bahn tun sich angeblich tiefe Abgründe auf. Konzern-Chef Grube soll im vergangenen Jahr das schlechteste Ergebnis seiner Amtszeit eingefahren haben. Ob im Bahn-Vorstand noch Platz für Ex-Kanzleramtschef Pofalla ist, ist umstritten.

Die Deutsche Bahn hat nach "Spiegel"-Informationen im vergangenen Jahr einen drastischen Profiteinbruch verzeichnet: Der Konzern erwirtschaftete 2013 angeblich einen Vorsteuergewinn von rund 850 Millionen Euro. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf Aufsichtsratskreise.

Bahn-Chef Grube hat die Personalie Pofalla auf Eis gelegt. Ende März will er dem Aufsichtsrat ein Konzept für die künftige Struktur zweier frei werdender Vorstandsposten vorlegen.
Bahn-Chef Grube hat die Personalie Pofalla auf Eis gelegt. Ende März will er dem Aufsichtsrat ein Konzept für die künftige Struktur zweier frei werdender Vorstandsposten vorlegen.(Foto: picture alliance / dpa)

Das Ergebnis nach Steuern soll bei 650 Millionen Euro liegen, das wäre nicht einmal die Hälfte der 2012 verdienten 1,5 Milliarden Euro. Bahn-Chef Rüdiger Grube würde damit auf das mit Abstand schlechteste Ergebnis seiner fünfjährigen Amtszeit zurückblicken. Endgültige Zahlen wird es den Informationen zufolge erst im März geben.

Weil der Bund eine Dividende von 525 Millionen Euro verlange, müsse das Unternehmen voraussichtlich fast seinen kompletten Gewinn ausschütten, berichtete der "Spiegel" weiter. Ursprünglich sei ein Nachsteuergewinn von mehr als 1,6 Milliarden Euro angestrebt worden, doch hätten Probleme bei der Logistiktochter Schenker, gestiegene Personalkosten sowie höhere Rückstellungen das Ergebnis verhagelt.

Pofalla-Wechsel in neuem Licht

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Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet darüber hinaus, dass sich inzwischen nicht nur im Arbeitnehmerlager, sondern auch auf der Kapitalseite Widerstand gegen den geplanten Wechsel von Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla in den Bahnvorstand formiere. "Insbesondere in der gegenwärtigen Diskussion um Kostensenkungen und preisliche Wettbewerbsfähigkeit wäre eine weitere Vergrößerung des Vorstands nur für diese Funktion auch im Hinblick auf die damit verbundenen Kosten und die Wirkung auf die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit fragwürdig", schrieb Bahn-Aufsichtsrat Heinrich Weiss laut "Focus" an das Präsidium des Bahn-Kontrollgremiums.

Zum Vorstandsmitglied sollte nach Ansicht von Weiss offenbar nur bestellt werden, "wer in den betrieblichen Abläufen präsent und verwoben ist, und wer gewohnt ist, große und qualifizierte Mitarbeiterteams zu führen". Als Lösung schlug Weiss demnach vor, der CDU-Politiker Pofalla die vorgesehene Aufgabe als Cheflobbyist in der Position eines "Generalbevollmächtigen" mit direkter Anbindung an Grube zu übertragen.

In Deutschland wird die Debatte über eine Übergangsfrist für Politiker vor einem Wechsel in die Wirtschaft besonders heftig geführt, seitdem bekannt wurde, dass Pofalla zur Deutschen Bahn gehen könnte. Eine gesetzlich vorgeschriebene Karenzzeit existiert bislang nicht.

Quelle: n-tv.de

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