Wirtschaft

Zahl der Beschwerden geringer: Bahnkunden sind zufriedener

15 Prozent weniger Schlichtungsanträge von Reisenden im Vergleich zum Vorjahr vermeldet die Deutsche Bahn. Damit erzielt das viel gescholtene Unternehmen Fortschritte im Kundendienst. Bei der Bahn gibt es seit 2009 eine Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr.

Kurz vor den Feiertagen geht es bei der Bahn wieder hoch her.
Kurz vor den Feiertagen geht es bei der Bahn wieder hoch her.(Foto: dpa)

Kunden der Deutschen Bahn haben offenbar immer seltener Anlass, sich zu beschweren. Das zumindest legen die neuesten Zahlen der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (söp) nahe, über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Demnach gingen in diesem Jahr bislang 2085 Schlichtungsanträge von Bahnreisenden ein - und damit 15 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Damals betrug die Zahl der Beschwerden noch 2448. "Selbst wenn bis zum Jahreswechsel noch einmal 30 dazukommen sollten, läge der Rückgang somit immer noch bei knapp 14 Prozent", sagt söp-Geschäftsführer Heinz Klewe.

Die meisten der Beschwerden richteten sich naturgemäß gegen die Deutsche Bahn, da sie mit Abstand den größten Marktanteil hat. Deutlich weniger betreffen Konkurrenzunternehmen. Häufiger Anlass für Beschwerden: Wenn sich Fahrgäste nach einem verpassten Anschluss ein Taxi genommen haben und das Geld ersetzt haben wollen. "Eine Erstattung von Taxikosten sehen die Fahrgastrechte aber nur in Ausnahmefällen vor, etwa wenn es sich um den letzten Zug an diesem Tag gehandelt hat", erklärt Klewe.

Die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr war im Rahmen der Fahrgastrechte für Bahnkunden initiiert worden. Seit Dezember 2009 können sich dort Reisende hinwenden, die mit einem Bahnunternehmen Ärger hatten und sich dort bereits erfolglos beschwert haben.

Quelle: n-tv.de

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