Wirtschaft

Ungewöhnliches an der Wall StreetBank-Chefs verdienen weniger

26.05.2010, 21:52 Uhr

Die Chefs einiger Wall-Street-Banken sind um eine Erfahrung reicher: Die Gehälter können tatsächlich kräftig sinken. Doch die alten Zeiten sind bald wieder zurück.

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Lloyd Blankfein, Chef von Goldman Sachs, verdiente im vergangenen Jahr sehr viel schlechter als gewöhnlich. (Foto: REUTERS)

Die Stars der Wall-Street-Banken haben im vergangenen Jahr angesichts der großen Finanzkrise kräftige Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Dies berichtete die Wirtschaftsagentur Bloomberg, die ihr jährliches Ranking veröffentlichte. Danach stürzte Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein mit einem Verdienst von 862.657 Dollar auf Platz 48 ab. Vor einem Jahr hatte er mit 40,95 Millionen Dollar noch an der Spitze gelegen. Citigroup-Konzernchef Vikram Pandit erging es nicht besser: 2008 noch auf Platz 3 fand er sich mit 128.751 Dollar auf Platz 50. Und auch Jamie Dimon von JP Morgan Chase sah sich mit einem Einkommensverlust um 96 Prozent auf 1,32 Mio. Dollar konfrontiert.

Die Einbußen dürften allerdings leicht zu verschmerzen sein. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass es 2010 wieder kräftig aufwärts geht. So hat Blankfein im vergangenen Februar bereits 9 Mio. Dollar in Aktienoptionen zugesprochen bekommen für seine Leistungen im Jahr 2009. Dimon erhielt 17 Mio. Dollar.

Wer aber steht denn nun 2009 an der Spitze von Bloombergs Rangliste? Nummer 1 ist John Stumpf, Konzernchef von Wells Fargo. Er verdiente mit 21,3 Mio Dollar mehr als doppelt soviel wie 2008. Jay Fisherman, Chef des Versicherers Travelers Cos, schaffte es mit 20,6 Mio. auf Rang 2. Der Boss eines weiteren Versicherers, John Finnegan von Chubb Corp, folgt mit 19,2 Mio. Dollar.

22 der 50 größten Finanzhäuser haben im Krisenjahr Staatsgelder erhalten und mussten sich im Gegenzug bei den Salären für ihre Manager zurückhalten. 14 der 22 Geldinstitute zahlten das Geld noch 2009 zurück, darunter auch Wells Fargo am 23. Dezember. Einen Tag später erhielt John Stumpf 10 Mio. Dollar in Unternehmensaktien und schaffte es damit prompt an die Spitze der am besten bezahlten Finanzkonzernchefs des Jahres.

Quelle: dpa