Wirtschaft
Devisenhändler sollen schärfere Auflagen bekommen - auch für ihre privaten Geschäfte.
Devisenhändler sollen schärfere Auflagen bekommen - auch für ihre privaten Geschäfte.(Foto: REUTERS)

Insider-Wetten am Devisenmarkt: Banken scannen Privatkonten von Händlern

Die Skandale um die Manipulation von Devisenkursen ziehen immer weitere Kreise. Einige Finanzinstitute hegen offenbar den Verdacht, dass Händler ihre Privatkonten für Insider-Geschäfte nutzen. Schärfere Regeln sollen Abhilfe schaffen.

Nach einer Reihe von Handelsskandalen nehmen Großbanken einem Bericht zufolge nun auch die privaten Konten ihrer Händler in den Blick. Geldhäuser wie die Deutsche Bank, die Royal Bank of Scotland oder UBS überprüften nun die Regeln, an die sich Händler bei privaten Geschäften halten müssen, berichtete die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Ziel sei es, Manipulationen am Devisenmarkt zu verhindern. So erwäge die Deutsche Bank, die Summen zu begrenzen, die ein Händler in jeder Währung anlegen darf. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab. UBS und die Royal Bank of Scotland waren zunächst nicht zu erreichen.

Erst im November hatte der FT zufolge die britische Aufsichtsbehörde Ermittlungen zu den privaten Konten der Händler eingeleitet. Die Untersuchungen dauerten dem Bericht zufolge noch an. Dabei gebe es den Verdacht, dass manche Händler möglicherweise private Konten verwendet haben, um auf Basis von Insider-Informationen Wetten abzuschließen.

Seit Frühjahr laufen weltweite Untersuchungen zur möglichen Manipulation der Referenzkurse verschiedener Währungen. Mehrere Händler wurden deswegen vom Dienst suspendiert. Der Devisenhandel ist riesig: Pro Tag werden weltweit Währungen im Wert von mehr als fünf Billionen Dollar umgesetzt.

Quelle: n-tv.de

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