Donnerstag, 18. März 2010
"Ein eindeutiges Ergebnis": Bei Eurowings droht Streik
Ganz nach dem Motto "Wir machen den Weg frei", sprechen sich die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings für einen Arbeitskampf aus. Damit soll die geplante Halbierung der Flotte gestoppt werden.
Es ist angerichtet: Piloten von Eurowings stimmen für Streik.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Im Konflikt um einen drastischen Stellenabbau bei der Lufthansa-Tochter Eurowings haben die Piloten am Donnerstag den Weg für Streiks freigemacht. Bei einer Urabstimmung gaben 99 Prozent der bei der Eurowings Luftverkehrs AG beschäftigten Piloten ihrer Tarifkommission freie Hand für Arbeitskampfmaßnahmen, wie die Vereinigung Cockpit am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Wahlbeteiligung lag bei 91 Prozent, sagte ein Sprecher: «Das ist ein sehr eindeutiges Ergebnis.»
Die Piloten wehren sich gegen die von der Mutter angekündigte Halbierung ihrer Flotte. Cockpit sieht rund 200 Pilotenstellen von einem unmittelbaren Arbeitsplatzverlust bedroht. Hinzu kommen nach früheren Angaben bis zu 400 Stellen beim Kabinenpersonal.
Unbefristeter Streik bald "unvermeidlich"?
Aus Sicht der Gewerkschaft war die Urabstimmung nötig, um wieder Bewegung in die festgefahrene Verhandlungssituation zu bekommen. «Sollte dies zeitnah nicht der Fall sein, wird die Durchführung auch unbefristeter Arbeitskampfmaßnahmen wohl unvermeidlich sein», kündigte Cockpit an. Bisher habe Eurowings bei den Verhandlungen jegliches Entgegenkommen verweigert.
Die Pilotenvereinigung verlangt sozialverträgliche Lösungen «zum weitestgehenden Erhalt der Arbeitsplätze». Die Flugkapitäne sollten stattdessen an andere Airlines, die dringend Piloten suchten, ausgeliehen werden. Zudem werden ein Sozialplan und eine Auffanggesellschaft verlangt.
dpa
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