Wirtschaft
Nivea-Produkte sind nach wie vor gefragt.
Nivea-Produkte sind nach wie vor gefragt.(Foto: REUTERS)

Währungseffekte bremsen Wachstum: Beiersdorf-Umsatz überrascht

Der 2013er Erlös des Dax-Konzerns Beiersdorf kann sich Marktteilnehmern zufolge sehen lassen. Das Plus wäre noch deutlicher ausgefallen, wenn der Euro mitgespielt hätte. Eine Personalie sorgt zudem für Kursfantasie.

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat 2013 trotz bremsender Währungseffekte von zuwächsen bei Nivea & Co und einer starken Nachfrage nach Klebstoffen profitiert. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 6,14 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen nach vorläufigen Zahlen mitteilte. Ohne Währungseffekte lag das Plus bei 7,2 Prozent.

Das Konsumentengeschäft mit Marken wie Nivea, Eucerin oder La Prairie erhöhte die Umsätze organisch um 7,0 Prozent, dank einer steigenden Nachfrage sowohl in Europa als auch in den Schwellenländern. Erstmals seit 2008 schaffte Beiersdorf auch in der Region Westeuropa wieder eine positive Entwicklung.

Die Klebstoffsparte tesa entwickelte sich mit einem organischen Plus von 8,4 Prozent ebenfalls positiv, insbesondere dank eines guten Geschäfts mit Industriekunden.

Die Ergebnisprognose - Beiersdorf hat als Ziel eine Ebit-Umsatzrendite von rund 13 Prozent ausgegeben - habe Bestand, so das Unternehmen. Die Ergebnisse sowie den Ausblick für das laufende Jahr wollen die Hamburger auf der Bilanzpressekonferenz am 4. März vorstellen.

Planungssicherheit mit Heidenreich

"Das Wachstum in beiden Geschäftsbereichen zeigt, dass unser Unternehmen auf dem richtigen Weg ist", sagte Vorstandschef Stefan Heidenreich. Der Konzern wird seit einiger Zeit neu ausgerichtet. Heidenreich ist seit 2012 bei Beiersdorf. Seinen Vertrag verlängerte der Aufsichtsrat nun bis Ende 2019.

Analysten sprachen von "erwartet starken Umsatzzahlen". Die in Aussicht gestellte Spanne von 6 bis 7 Prozent wurde dabei sogar noch übertroffen. "Die Prognosen für Tesa waren etwas verhalten. Hierher könnte das starke Wachstum herrühren", vermutete ein Marktteilnehmer. S

ehr positiv wertet er die fünfjährige Vertragsverlängerung mit Vorstandschef Heidenreich. Das Unternehmen und die Investoren hätten somit "Planungssicherheit". Heidenreich habe sehr gute Arbeit geleistet.

Die Beiersdorf-Aktie war am Mittwoch mit 75,50 Euro auf den höchsten Stand ihrer Börsengeschichte gestiegen und könnte nun die seit Anfang November dauernde Konsolidierung unter 75 Euro nach oben auflösen.

Quelle: n-tv.de

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