Dienstag, 20. April 2010
Zusammenarbeit mit Goldman Sachs: Berlin erwägt Auftragsstopp
Nach den Betrugsvorwürfen gegen Goldman Sachs fordern Politiker der Regierungskoalition einen Stopp für neue Aufträge des Bundes an die US-Bank. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten und Goldman Sachs Investoren in die Irre geführt haben, könne die Bank nicht mehr mit der Emission von Staatsanleihen betraut werden."Wir sollten die Ermittlungen der US-Börsenaufsicht mit Argusaugen verfolgen und die Zusammenarbeit mit Goldman Sachs solange auf Eis legen", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt dem "Handelsblatt". Wenn sich die Vorwürfe tatsächlich bestätigten, gehörten die Geschäftsbeziehungen mit Goldman Sachs auf den Prüfstand. "Bei einer Bank, die bei der Emission von Staatsanleihen mitarbeitet, darf es keine Zweifel an der Lauterkeit geben", sagte der CSU-Generalsekretär.
Die amerikanische Börsenaufsicht wirft dem Institut vor, bei der Vermarktung eines Finanzmarktprodukts wichtige Informationen verschwiegen und Investoren in die Irre geführt haben.
Auch der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion im Finanzausschuss, Frank Schäffler, plädierte für Distanz zu Goldman Sachs. "Wir sollten die Geschäftsbeziehungen mit der US-Bank erst einmal ruhen lassen, bis die Vorwürfe eindeutig geklärt sind", sagte Schäffler.
dpa
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