Wirtschaft

Mehr Zeit für ESM-ZahlungBerlin will nachjustieren

23.03.2011, 15:48 Uhr

Dass der Euro-Krisenfonds ESM 2013 kommen soll, steht fest. Nun geht es um Feinarbeiten. Die Bundesregierung will noch Veränderungen. Sie verlangt mehr Zeit für den Aufbau des ESM-Kapitalstocks.

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Harte Debatte auf der Euro-Baustelle. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Bundesregierung fordert mehr Zeit zum Aufbau des

Kapitalstocks für den künftigen Euro-Krisenmechanismus ESM. "Unser Ziel

ist es, zu einer gleichmäßigen Aufteilung über die Zeit zu kommen und auch den

Zeitraum in überschaubarer Weise noch einmal zu strecken", hieß es in Berliner

Regierungskreisen.

Die Bundesregierung wolle beim EU-Gipfel am

Donnerstag deshalb auf Veränderungen drängen. Bei der Diskussion werde jedoch

darauf geachtet, dass die angestrebte Bestnote von den Rating-Agenturen

weiterhin zu erreichen ist. Es werde dazu Rücksprache mit den Rating-Agenturen

gehalten. Die Summe des direkt eingezahlten Kapitals stelle die Bundesregierung

aber nicht infrage.

Die FDP fordert Änderungen an den EU-Beschlüssen

zum ESM. "Die Belastung des deutschen Staatshaushalts ist zu hoch",

sagte Generalsekretär Christian Lindner der "Bild"-Zeitung.

"Das wird nicht das letzte Wort sein können."

Nach den jüngsten Beschlüssen der EU-Finanzminister

liegt der Gesamtbeitrag Deutschlands bei knapp 190 Milliarden Euro. Davon

sollen rund 22 Milliarden Euro als Einlage zur Verfügung gestellt werden.

Der ESM soll einen

Kapitalstock von 80 Milliarden Euro bekommen. Die EU-Finanzminister hatten

beschlossen, 40 Milliarden im Startjahr 2013 einzuzahlen und die zweite Hälfte

in den drei Folgejahren. Auf Deutschland entfallen knapp 22 Milliarden Euro,

also etwa elf Milliarden 2013. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen die

Aufstockung des milliardenschweren Krisenfonds für klamme Eurostaaten bis Ende

Juni abschließen.

Quelle: rts/dpa