Montag, 15. März 2010
Juristische Hürden beseitigt: Blackstone macht Wind
Nach jahrelangem Rechtsstreit ist für den Finanzinvestor Blackstone der Weg zum Bau eines milliardenschweren Windparks bei Helgoland frei. "Die Klage ist zurückgezogen, das Projekt kann jetzt umgesetzt werden", sagte der Geschäftsführer der Blackstone-Tochter WindMW, Jens Assheuer.
Nach jetziger Planung können laut Assheuer Ende 2013 alle 80 Anlagen am Netz sein. Sie sollen dann rund 400 Megawatt Strom erzeugen, was der Leistung eines Kohlekraftwerks entspricht: Damit könnten rund eine halbe Million Menschen mit Strom versorgt werden.
Das Projekt wird sich damit zwar um ein gutes halbes Jahr verzögern, der Stillstand ist mit dem Ende des Gerichtsstreits aber beendet. Blackstone hatte den Einstieg in den Bau des Windparks nordwestlich von Helgoland im Sommer 2008 bekanntgegeben. Die Windpark-Firma "Sandbank" hatte aber die Genehmigung für die Blackstone-Tochter WindMW angefochten und so den Baubeginn verhindert. "Sandbank"-Geschäftsführer Ubo de Witt bestätigte den Rückzug der Klage.
Das Engagement von Blackstone mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarden Euro galt als Durchbruch für die Windanlagen auf hoher See. Neben Großbritannien setzt auch Deutschland darauf, dass mit ihnen in den nächsten Jahren der große Sprung für den Ökostrom gelingt. In zwanzig Jahren sollen allein 15 Prozent des Stromverbrauchs von Windparks geliefert werden. Genehmigt sind derzeit etwa 25 Projekte in Nord- und Ostsee.
rts
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