Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

"Dreamliner"-Probleme schlagen durch: Boeing plant Jobabbau

Boeings "Dreamliner" muss am Boden bleiben und das kostet den Airbus-Konkurrenten Millionen. Der US-Konzern reagiert und plant laut "Wall Street Journal" sich über das ganze Jahr hinziehende Stellenstreichungen. Auch weil noch nicht absehbar ist, was der Prestigeflieger wieder abheben darf.

Die massiven Probleme des US-Flugzeugbauers Boeing mit seinem Prestigeflugzeug "Dreamliner" bekommen einem Bericht zufolge nun auch die Beschäftigten des Konzerns zu spüren. Im US-Werk North Charleston sollten hunderte Jobs gestrichen werden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise. Der Stellenabbau hat demnach schon begonnen und soll das ganze Jahr fortgesetzt werden. Betroffen sind laut Bericht vor allem Leiharbeiter, die in dem Werk eingesetzt sind.

Die US-Flugaufsicht FAA hatte Mitte Januar nach einer Pannenserie ein weltweites Flugverbot für die insgesamt 50 Boeing 787 "Dreamliner" verhängt. Grund sind die eingebauten Lithium-Ionen-Batterien, die in Brand geraten können. Nach Einschätzung der FAA liegt eine Aufhebung des Flugverbotes noch in weiter Ferne.

Lösung in Sicht?

Der japanische Lufthansa-Partner All Nippon Airways (ANA) sieht das allerdings anders. Laut ANA macht Boeing Fortschritte bei der Lösung der Batterieprobleme. Seine Fluggesellschaft halte an der geplanten Inbetriebnahme künftiger weiterer Maschinen vom Typ 787 fest, sagte ANA-Chef Shinichiro Ito laut Medien nach einem Treffen mit Boeing-Vertretern. Er habe den Eindruck gewonnen, dass Boeing «deutliche Fortschritte» mache. Boeing hatte der japanischen Luftfahrtbehörde seine Pläne zur Reparatur des pannengeplagten Langstreckenfliegers erläutert.

Boeing-Manager hatten zuvor bereits Vertretern der FAA ihre Lösungsvorschläge für die Probleme mit den verwendeten brandgefährlichen Batterien vorgestellt. ANA hatte als weltweit erste Fluglinie den «Dreamliner» in Betrieb genommen. Laut Konzernchef Ito dürfte der Ausfall der Maschinen nur begrenzte Auswirkungen auf die Bilanz haben.

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Quelle: n-tv.de

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