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Wirtschaft
Treffen in Lima: Die Finanzminister der UNASUR-Staaten.

Treffen in Lima: Die Finanzminister der UNASUR-Staaten.
(Foto: REUTERS)

Freitag, 05. August 2011

Dollar-Sorgen in Südamerika: Brasilien schlägt Alarm

Die Schuldenkrise in den USA und Europa ruft die Wirtschaftsschwergewichte Südamerikas auf den Plan: Brasiliens Finanzminister Mantega reist zu einem Krisentreffen nach Lima. Sein Amtskollege aus Kolumbien spricht von einer "sehr beunruhigenden Situation". Der Dollar könnte seinen Status als Leitwährung verlieren.

Die Kursturbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten alarmieren die Länder Südamerikas. Zum Schutz ihrer Volkswirtschaften hätte die Staaten der Region eine stärkere Zusammenarbeit vereinbart, sagte Brasiliens Finanzminister Guido Mantega in Perus Hauptstadt Lima. Dort kam er mit seinen südamerikanischen Amtskollegen zu einem Krisentreffen zusammen. Sie wollten dort angesichts der Gefahren durch die Schuldenkrise in Europa und den USA ihr Vorgehen koordinieren.

"Wir müssen unsere Kräfte vereinen": Guido Mantega.

"Wir müssen unsere Kräfte vereinen": Guido Mantega.
(Foto: REUTERS)

Mit Blick auf die aktuelle Lage sagte Mantega, die Weltwirtschaft stehe unter Druck. Sein kolumbianischer Amtskollege Juan Carlos Echeverry bezeichnete die Kurskapriolen als "sehr beunruhigend".

Von den zum Teil kräftigen Kursschwankungen an den Devisenmärkten sind die Staaten außerhalb der Eurozone und des Dollar-Raums unmittelbar betroffen: Ein Großteil des Rohstoffhandels wird zum Beispiel in Dollar abgewickelt. Dadurch können sich die Produktions- und Energiekosten bei einem Verfall des Dollar-Kurses zwar verbilligen, gleichzeitig verschlechtern sich aber die Exportchancen für südamerikanische Güter in die USA. Vor ähnlichen Problemen steht zum Beispiel auch Japan. Die Notenbank in Tokio hatte bereits am Devisenmarkt zugunsten des Dollar interveniert.

Die Lage der Weltwirtschaft und eine mögliche weitere Abwertung des Dollar dürfte die Rahmenbedingungen für aufstrebende Schwellenländer massiv verändern. "Die Länder müssen auf die möglichen Folgen vorbereitet sein",  erklärte Brasiliens Finanzminister Mantega. "Wir müssen unsere Kräfte vereinen, um diese Situation zu bewältigen." Ein weiteres Thema der Finanzminister sollen die starken Kapitalzuflüsse sein, die zu einer Aufwertung der regionalen Währungen geführt haben.

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mmo/rts

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