Wirtschaft
Die Schatten, die der Brexit vorauswirft, machen eher wenig Lust auf mehr.
Die Schatten, die der Brexit vorauswirft, machen eher wenig Lust auf mehr.(Foto: picture alliance / Stefan Rousse)
Freitag, 30. Juni 2017

Miese Stimmung bei Verbrauchern: Brexit bremst britische Wirtschaft ab

Wirtschaftlich schlägt der bevorstehende Brexit den Briten schon jetzt aufs Gemüt. Die Kaufkraft sinkt, das Wachstum fällt deutlich hinter dem der Eurozone zurück - eine Negativserie, wie es sie seit den 1970er-Jahren nicht mehr gab.

Die britische Wirtschaft bekommt die Folgen des Brexit-Votums immer stärker zu spüren. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes verlangsamte sich zwischen Januar und März um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt ONS nach endgültigen Berechnungen mitteilte.

Ende 2016 hatte die Wirtschaft noch um 0,7 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Die Eurozone wuchs dreimal stärker, ebenso deren größte Volkswirtschaft Deutschland. Hauptgrund für den Rückschlag: Die verfügbaren Realeinkommen der privaten Haushalte schrumpften um 1,4 Prozent und damit bereits das dritte Quartal in Folge. Eine solche Negativserie gab es seit den 1970er-Jahren nicht mehr.

Die Sparquote fiel sogar auf ein Rekordtief. Hintergrund ist, dass das britische Pfund nach dem Votum für einen EU-Austritt vor rund einem Jahr deutlich an Wert verloren hat. Das lässt die Inflation in die Höhe schießen, weil viele Waren importiert werden müssen und diese durch die Abwertung teurer werden. Das drückt die Kaufkraft der Verbraucher. Deren Stimmung trübte sich deshalb im Juni so stark ein wie seit zehn Monaten nicht mehr.

Quelle: n-tv.de

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