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Ach, der gute alte Brief, mag so mancher in der Chefetage der Deutschen Post gedacht haben. Foto: Sven Hoppe
Ach, der gute alte Brief, mag so mancher in der Chefetage der Deutschen Post gedacht haben. Foto: Sven Hoppe(Foto: dpa)

Frachtsparte schwächelt: Briefe retten der Post das Quartal

Briefe sind altmodisch, langsam und überhaupt nicht digital - doch sie sind im abgelaufenen Quartal eine Art Lebensversicherung für die Deutsche Post. So sorgt der Konzern für eine Überraschung.

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Die Deutsche Post hat im abgelaufenen Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Während sich der Umsatz leicht verbesserte, steigerte der Bonner Logistikkonzern das operative Ergebnis um 5,7 Prozent. Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen, rechnet aber mit einer anderen Zusammensetzung der Ergebnisse. Für die kommenden Jahre stellte die Post einen neuen Ausblick auf. An der Frankfurter Börse zieht der Kurs der Post-Aktien deutlich an. Das Plus lag nach Handelsschluss bei 2,2 Prozent.

Auf Konzernebene erwirtschafteten die Bonner im abgelaufenen Quartal 13,695 Milliarden Euro, nach 13,605 im Vorjahr. Vor Zinsen und Steuern blieben davon 654 Millionen übrig, was einem Plus von 5,7 Prozent entspricht. Analysten hatten dagegen mit einem Gewinnrückgang gerechnet. Unterm Strich waren es nach Steuern und Dritten noch 461 Millionen, das waren 52 Millionen Euro mehr als erwartet. Analysten hatten für das Quartal mit einem Umsatz von 13,899 Milliarden Euro, einem Ebit von 628 Millionen Euro und einem Gewinn nach Anteilen Dritter von 420 Millionen Euro gerechnet.

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Transport- und Logistikdienstleister. Operativ will die Post 2,9 bis 3,1 Milliarden Euro verdienen. Allerdings soll die Sparte Post-eCommerce-Parcel, ehemals Brief, nun rund 1,3 Milliarden anstatt zuvor 1,2 Milliarden Euro beisteuern. Der Beitrag der Fracht-Sparte wird hingegen geringer ausfallen als bisher gedacht, heißt es vom Unternehmen weiter.

Für das kommende Jahr hat das Unternehmen allerdings auf eine Ergebnisprognose verzichtet, da für die langfristigen Ziele im laufenden und kommenden Jahr erhebliche Investitionen zu tätigen seien. Trotzdem rechnen die Bonner 2015 mit einem deutlichen Anstieg des Konzern-Ebit. Im Jahr 2016 soll dann ein höherer Gewinn vor Zinsen und Steuern stehen. Das Konzern-Ebit soll dann 3,4 bis 3,7 Milliarden Euro erreichen.

Quelle: n-tv.de

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