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Erst Anfang dieses Jahres hatte die Deutsche Post das Porto für Briefe auf 58 Cent erhöht. Nun folgt bereits eine weitere Steigerung. Diesmal soll allerdings ein glatter Betrag rauskommen.
Erst Anfang dieses Jahres hatte die Deutsche Post das Porto für Briefe auf 58 Cent erhöht. Nun folgt bereits eine weitere Steigerung. Diesmal soll allerdings ein glatter Betrag rauskommen.(Foto: picture alliance / dpa)

Ab 1. Januar werden 60 Cent fällig: Deutsche Post erhöht Briefporto erneut

Schon nach einem Jahr erhöht die Post das Porto für den Standardbrief erneut - erst im Januar hatte der Bonner Konzern die Preise zum ersten Mal seit 15 Jahren angehoben. Das Geschäft lohnt sich für den ehemaligen Staatsbetrieb kaum noch.

Die Deutsche Post erhöht ihr Briefporto zum 1. Januar 2014. Man wolle das Porto für Standardbriefe bis 20 Gramm für den Versand innerhalb Deutschlands um zwei Cent auf dann 60 Cent anheben, teilte das Unternehmen mit. Einen entsprechenden Antrag habe das Unternehmen bei der zuständigen Bundesnetzagentur eingereicht.

Preiserhöhungen bei Briefsendungen bis zu 1000 Gramm muss sich der ehemalige Staatsmonopolist von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen. Die Aussichten auf eine Bewilligung sind gut. Erst vor wenigen Wochen hatte die Regulierungsbehörde den Weg für kräftige und schnellere Erhöhungen geebnet.

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Leitplanken sollen nach dem aktuellen Vorschlag die Inflationsrate sowie Produktivitätsfortschritte der Post sein. Der Preisanstieg für den Brieftransport darf demnach mit einem Abstand von 0,2 Prozentpunkten der durchschnittlichen Inflationsrate folgen. Nach Angaben der Post entscheidet die Behörde innerhalb von 14 Tagen.

Paketpreise steigen ebenfalls

Auch die Preise für zahlreiche andere Postdienstleistungen sollen zum neuen Jahr teurer werden. Der Versand von Paketen im Inland soll künftig neun Cent mehr kosten. Bei Sendungen bis zu zehn Kilogramm etwa sollen ab dem neuen Jahr 6,99 Euro fällig werden statt bislang 6,90 Euro. Der Preis für Päckchen bis zwei Kilogramm soll mit 4,10  Euro aber konstant bleiben.

Teurer sollen auch Einschreiben werden, wie die Post mitteilte. Der Preis für normale Einschreiben solle um 10 Cent auf 2,15 Euro angehoben werden. Bei Einwurf-Einschreiben würden 1,80 Euro fällig statt bislang 1,60 Euro. Für sechsmonatige Nachsendeaufträge - etwa bei Umzügen - will die Post künftig 4,70 Euro mehr verlangen. Für Nachsendungen würden dann 19,90 Euro fällig.

Mit Beginn des Jahres 2013 hatte die Post erstmals seit 15 Jahren die Verbraucher beim klassischen Briefporto stärker zur Kasse gebeten. Den Preis für den Standardbrief bis 20 Gramm hatte der Konzern von 55 Cent auf 58 Cent erhöht. Das brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro Mehreinnahmen. Die Bonner sind in Deutschland das einzige Unternehmen, das die flächendeckende Versorgung der Verbraucher mit Briefen sicherstellt.

Wettbewerber wie TNT Post konzentrieren sich auf die Verteilung von lukrativen Massensendungen in Ballungsräumen. Die Post kämpft seit Jahren in der Briefsparte auch mit der wachsenden Konkurrenz durch die E-Mail - die Sendungsmengen sinken.

Quelle: n-tv.de

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