Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

EZB hat keine Bargeldbestände: Bundesbank versorgt Zypern

Fünf Milliarden Euro schickt die EZB an die zyprischen Banken. Einem Medienbericht zufolge stammt das Geld von der Bundesbank. Die EZB ist bei solchen Aktionen generell auf die nationalen Notenbanken angewiesen. Die Bundesbank hält sich dazu bedeckt und gibt keine Informationen heraus.

Die zyprischen Banken sind für ihre Wiedereröffnung nach aus Bargeldbeständen der Deutschen Bundesbank versorgt worden. Wie das "Handelsblatt" berichtet, ist das Bargeld mit einem Flugzeug der Lufthansa von Frankfurt nach Zypern geflogen worden. Eine Bundesbank-Sprecherin wollte die Informationen nicht kommentieren.

Zyprische Medien hatten zuvor berichtet, die zyprische Zentralbank sei am Mittwoch mit fünf Milliarden Euro Bargeld ausgestattet worden. Das Geld sei am Abend in einem schwerbewachten Konvoi vom Flughafen Larnaka aus zur Zentralbank in Nikosia gefahren worden, berichtete die Tageszeitung "Kathimerini". Das von der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitgestellte Bargeld werde nun an die Bankfilialen auf Zypern verteilt. Die Lieferung sei von Hubschraubereinheiten in der Luft gesichert worden.

Allerdings ist die EZB bei solchen Operationen auf die nationalen Notenbanken angewiesen, weil die EZB selbst keine Bargeldbestände unterhält. Das "Handelsblatt" berichtet, die genaue Summe habe die EZB auf Anfrage nicht bestätigt. Die "Größenordnung" sei aber korrekt, habe ein EZB-Sprecher gesagt.

IWF hat keine Eile

Der Internationale Währungsfonds (IWF) lässt sich bei der Entscheidung über seinen Beitrag zum Zypern-Hilfspaket noch etwas Zeit. Vor Ende April werde es keine endgültige Gewissheit in der Frage geben, sagte ein IWF-Sprecher in Washington. Derzeit arbeite die Troika aus IWF, EU-Kommission und EZB in Zypern an den Details des Hilfsprogramms. Daraus werde sich ableiten, wie viel der IWF beisteuere.

Die Eckpunkte für das Zypern-Rettungsprogramm waren Anfang der Woche von den Euro-Finanzministern und dem IWF mit Zypern vereinbart worden. Die nationalen Parlamente der Euro-Länder, in denen eine Zustimmung der jeweiligen Volksvertretung erforderlich ist, sollen bis zur dritten April-Woche über das Zypern-Programm entscheiden.

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Quelle: n-tv.de

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