Dienstag, 13. Oktober 2009
US-Finanzierer vor dem Abgrund: CIT-Chef hört auf
Beim ums Überleben kämpfenden US-Finanzierer CIT geht der Chef von Bord. Der massiv unter Druck geratene Vorsitzende Jeffrey Peek kündigte seinen Rücktritt zum Jahresende an.Der für die US-Wirtschaft enorm wichtige Mittelstandsfinanzierer CIT versucht gerade, mit einer milliardenschweren Umschuldung einer Insolvenz zu entgehen. Der Plan steht auf der Kippe, weil bisher zu wenig Gläubiger mitziehen wollen.
Der CIT-Verwaltungsrat habe bereits die Suche nach einem Nachfolger für Peek eingeleitet, teilte das Unternehmen in New York mit. CIT war durch Fehlspekulationen im Zuge der Finanzkrise sowie durch steigende Zahlungsausfälle und Pleiten von Firmenkunden ins Straucheln geraten.
CIT war in der Finanzkrise ins Stolpern geraten, weil es sich im Kreditboom zu viele Hypotheken- und Studentendarlehen aufgeladen und einen Schuldenberg von 40 Mrd. US-Dollar aufgebaut hatte. Mit dem Umschuldungsplan sollen mittels eines Tauschangebots mindestens 5,7 Mrd. US-Dollar an Verbindlichkeiten abgebaut werden. Die Offerte läuft bis zum 29. Oktober.
Der Kreditgeber von Tausenden US-Einzelhändlern und kleineren Firmen hat aber auch schon Vorkehrungen getroffen, um freiwillig Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen zu können, sollte der Umschuldungsplan scheitern. Es wäre eines der größten Insolvenzverfahren in der Geschichte der USA.
wne/dpa/rts
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