Wirtschaft
Ackermann geht, die Deutsche Bank verändert sich.
Ackermann geht, die Deutsche Bank verändert sich.(Foto: REUTERS)

Wechsel bei der Deutschen Bank: Chefökonom Mayer tritt ab

Wenige Wochen vor Ackermanns offiziellem Abschied bei der Deutschen Bank muss Deutschlands einflussreichstes Kreditinstitut einen weiteren wichtigen Posten neu besetzen: Chefvolkswirt Thomas Mayer wechselt nach knapp zwei Jahren in eine neue Rolle. Sein Nachfolger steht schon fest.

"Unabhängige Forschungsprojekte" und gleichzeitig beraten: Thomas Mayer.
"Unabhängige Forschungsprojekte" und gleichzeitig beraten: Thomas Mayer.(Foto: picture alliance / dpa)

Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, tritt ab: Nach nicht ganz zwei Jahren an der Spitze der volkswirtschaftlichen Abteilung einer der größten Geldhäuser Europas wechselt der international renommierte Ökonom zurück in Forschung und Wissenschaft.

Sein Nachfolger heißt David Folkerts-Landau. Zusammen mit der Leitung der Abteilung DB Research wird Folkerts-Landau Mayers Posten zum 1. Juni übernehmen, teilte die Deutsche Bank mit. Mayer wolle sich künftig vermehrt der wissenschaftlichen Forschung widmen, hieß es zur Begründung. Er bleibe aber Berater des Managements in volkswirtschaftlichen Fragen.

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Der scheidende Bankchef lobte Mayer als wichtigen Ratgeber. "Thomas Mayer ist ein hoch angesehener Ökonom", schrieb Ackermann in einer Mitteilung. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise habe Mayer für ihn "ein sehr geschätzter Berater" gewesen. "Es freut mich sehr, dass er der Bank und ihren Kunden weiter beratend zur Verfügung steht." Ackermann selbst wird das Ruder bei der Deutschen Bank offiziell Ende Mai an seine beiden Nachfolger Jain und Fitschen steuern um übergeben.

"Die Deutsche Bank verfügt über eine langjährige Tradition im Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft", begründete Mayer in einer Mitteilung seine Entscheidung. "Ich freue mich über die Gelegenheit, unabhängige Forschungsprojekte durchführen und gleichzeitig weiterhin mit dem Senior Management der Deutschen Bank zusammenarbeiten zu können."

Der renommierte Wirtschaftsexperte Mayer war Norbert Walter wird Rentner und davor sieben Jahre lang Europa-Chefökonom des Instituts. Die volkswirtschaftliche Abteilung DB Research genießt innerhalb der Bank eine recht große Unabhängigkeit.

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Wie sein Vorgänger vertrat Mayer in der Öffentlichkeit als meinungsstarkes Aushängeschild der Bank gelegentlich kontrovers diskutierte Positionen.

Ackermanns Nachfolger Jain und Fitschen ziehen die Analyseabteilung nun enger an die übrige Bank heran und werten die Leitungsposition auf: Anders als seine Vorgänger Walter und Mayer soll Folkerts-Landau auch einen Platz im erweiterten Vorstand (GEC) bekommen.

Quelle: n-tv.de

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