Wirtschaft
Produktion im VW-Werk in Foshan.
Produktion im VW-Werk in Foshan.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 01. Juni 2017

Unternehmen pessimistisch: Chinas Industrie schrumpft

Schlechte Nachricht aus China: Der Industrie-Einkaufsmanagerindex bewegt sich im Mai wieder unterhalb der Wachstum signalisierenden 50-Punkte-Marke. Chinas Wirtschaft sei klar auf einem Abwärtspfad, sagt ein Analyst.

Die Industrie in China ist im Mai erstmals seit fast einem Jahr wieder unter Druck geraten. Der von Caixin und Markit erhobene chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sank im vergangenen Monat auf 49,6 Punkte von 50,3 Punkten im April. Damit ging die Produktionstätigkeit erstmals in elf Monaten zurück. Ein Stand oberhalb von 50 Punkten zeigt ein Wachstum an, ein Stand darunter signalisiert einen Abschwung.

"Chinas verarbeitende Industrie ist im Mai unter größeren Druck geraten und die Wirtschaft ist klar auf einem Abwärtspfad", sagte Zhengsheng Zhong, Ökonom bei CEBM Group. Die Subindizes für Investitionskosten und Erzeugerpreise seien erstmals seit Juni 2016 beziehungsweise Februar 2016 in den kontraktiven Bereich abgerutscht.

Der zuvor veröffentlichte offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der staatlichen Unternehmen ein größeres Gewicht gibt, lag im Mai unverändert bei 51,2 Punkten. Der Index, der auf Daten des Nationalen Statistikbüro basiert, übertraf damit die Markterwartungen und liegt seit zehn Monaten in Folge über der Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Der Caixin-Index basiert auf monatlichen Fragebögen, die an Einkaufsmanager von über 400 Unternehmen verschickt werden. Verglichen mit dem offiziellen Index erfasst er stärker die Entwicklung kleiner, privater Hersteller, die nicht so sehr von den Konjunkturmaßnahmen der Regierung profitiert haben.

Quelle: n-tv.de

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