Wirtschaft
9 Mrd. Dollar Jahresgewinn sind eine Hausmarke. Das Wachstum generiert Coca-Cola dabei in Schwellenländern.
9 Mrd. Dollar Jahresgewinn sind eine Hausmarke. Das Wachstum generiert Coca-Cola dabei in Schwellenländern.(Foto: REUTERS)

Afrika bis Naher Osten: Coca-Cola punktet auswärts

In Europa und auf dem amerikanischen Heimatmarkt lässt das Wachstum bei Coca-Cola zu wünschen übrig. Besser läuft es da schon im Nahen Osten und Russland für das wohl kapitalistischte aller Getränke. Konzernumsatz und -gewinn legen sowohl im abgelaufenen Quartal als auch im Gesamtjahr zu. Die Anleger reagieren dennoch verhalten.

Die Schuldenkrise scheint den Europäern den Durst auf Coca-Cola verdorben zu haben. Während der US-Getränkemulti im 4. Quartal im Rest der Welt kräftig zulegen konnte, sorgte die trübe Konsumstimmung in Europa für einen geringeren Getränkeabsatz. Der Rückgang betrug im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 5 Prozent. Auch in Deutschland wurde Coca-Cola weniger Getränke los. Weltweit wurden dagegen 3 Prozent mehr Coca-Cola-Getränke vrkauft, wie der Konzern erklärte. Vor allem in Russland, der Türkei, Nordafrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika stieg der Absatz merklich. Der Heimatmarkt Nordamerika legte moderat um 1 Prozent zu.

Gefragt waren Säfte, Wasser und Limonaden. Der Umsatz im Gesamtkonzern stieg in der Folge um 4 Prozent auf 11,5 Mrd. Dollar. Der Gewinn verbesserte sich sogar um 13 Prozent auf unterm Strich 1,9 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. Euro). "Wir sind zufrieden mit unseren Ergebnissen", sagte Konzernchef Muhtar Kent. Das gelte vor allem vor dem Hintergrund der Unsicherheiten in der Weltwirtschaft. Coca-Cola stellt auch die Orangenlimonade Fanta, die Zitronenlimonade Sprite, Lift-Apfelsaftschorle oder Sportgetränke her und hat zudem Apollinaris- und Bonaqa-Wasser im Angebot.

Anleger nicht zufrieden

Für das Gesamtjahr legte der Umsatz bei Coca-Cola um 3 Prozent auf 48,0 Mrd. Dollar zu, der Gewinn stieg um 5 Prozent auf 9,0 Mrd. Dollar. Die Börsianer zeigten sich allerdings nicht ganz zufrieden. Der Kurs fiel um rund 2 Prozent.

Größter Rivale ist der breiter aufgestellte Nahrungsmittel-Riese Pepsi, der seine Geschäftszahlen am Donnerstag vorlegt. Pepsi stellt neben Limonaden, Fruchtsäften (Tropicana) und Eistee (Lipton) auch Snacks (Lay's, Doritos) und Frühstücksflocken (Quaker Oats) her und hat sich mit der deutschen Großmolkerei Müller bei Joghurts verbündet.

Coca-Cola-Chef Kent hatte Ende 2009 das Ziel ausgegeben, den Getränkeabsatz bis 2020 zu verdoppeln.Um sein ehrgeiziges Ziel zu erreichen, hatte er den Vertrieb in die eigene Hand genommen und unter anderem den größten nordamerikanischen Abfüller CCE geschluckt.

Quelle: n-tv.de

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