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Belastungen durch Wechselkurseinflüsse.
Belastungen durch Wechselkurseinflüsse.(Foto: picture alliance / dpa)

Umsatz- und Gewinnsteigerung: Continental mit Marge unzufrieden

Continental verzeichnet im abgelaufenen Jahr ordentliche Umsatz- und Gewinnzahlen. Dennoch ist die operative Gewinnmarge niedriger als erwartet. Der Autozulieferer profitiert von günstigeren Rohstoffpreisen in der Reifensparte.

Der Automobilzulieferer Continental hat im abgelaufenen Jahr ein solides Ergebnis erzielt, wurde allerdings etwas von ungünstigen Wechselkurseffekten gebremst. Der Dax-Konzern steigerte zwar seinen Umsatz und Gewinn, die bereinigte operative Gewinnmarge erreichte aber nur "mehr als 11 Prozent", nach 11,3 Prozent im Vorjahr, wie Continental mitteilte.

Konzernchef Elmar Degenhart hatte eigentlich im November angekündigt, dass die Marge besser ausfallen könnte als mit "rund 11 Prozent" bisher prognostiziert. Für das kommende Jahr ist das Unternehmen dennoch zuversichtlich.

Der Zulieferer legte am Rande der Motorshow in Detroit vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Die Hannoveraner erwirtschafteten demnach 2014 einen um Sonderposten bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern von 3,8 Milliarden Euro, nach rund 3,7 Milliarden im Vorjahr. Die Erlöse kletterten auf 34,5 Milliarden, nach 33,3 Milliarden im Jahr zuvor. Analysten hatten einen solchen Umsatz erwartet, hatten Conti aber beim bereinigten operativen Gewinn mit 3,9 Milliarden Euro etwas mehr zugetraut.

Etwas gedämpft wurde Conti durch ungünstige Währungskurseinflüsse, die rund 500 Millionen Euro des Umsatzes ausradierten. Die Belastungen dafür waren aber nicht so hoch, wie mit 1 Milliarde Euro zu Jahresbeginn befürchtet. "Alles in allem haben wir im zurückliegenden Jahr unseren Erfolgsweg trotz der Wachstumsschwäche in Europa, Russland und Südamerika konsequent fortgesetzt. Dies gelang, obwohl das bereits volatile Marktgeschehen zusätzlich durch die teils erheblichen Währungskursschwankungen oder wie zuletzt durch den Verfall des Ölpreises verunsichert wurde", zeigte sich Conti-Chef Elmar Degenhart dennoch zufrieden.

Günstigere Rohstoffpreise

Conti hatte vergangenes Jahr die Ergebnisprognose zweimal angehoben und erreichte diese Schätzungen nun auch. Profitieren konnte das Unternehmen unter anderem von günstigeren Rohstoffpreisen in der Reifensparte.

Auf das laufende Jahr blickt Degenhart mit Zuversicht. Von einer weltweit um 2 Millionen anziehenden Pkw-Produktion auf 89 Millionen Einheiten ausgehend rechnet er mit einem Umsatzplus von 5 Prozent auf 36 Milliarden Euro. "Dabei wollen wir unsere zweistellige bereinigte Ebit-Marge ein weiteres Mal sicher bestätigen", sagte der Conti-Chef. Offen blieb damit, ob Conti die gut 11 Prozent im Jahr 2014 wieder erreichen kann.

Quelle: n-tv.de

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