Wirtschaft

Entschädigung für Bummel-Maut: Daimler und Telekom bangen

Die langen Verzögerungen bei der Einführung der deutschen Lkw-Maut könnten für die Betreiber des Systems Toll Collect teuer werden. Im Streit um milliardenschwere Schadenersatzforderungen stellt sich das eingesetzte Schiedsgericht nun offenbar auf die Seite des Bundes.

(Foto: picture alliance / dpa)

Daimler und der Deutschen Telekom drohen womöglich Milliardenstrafen im Toll-Collect-Streit. Es zeichne sich ab, dass die beiden Dax-Konzerne nicht ohne Schadenersatz an den Bund davonkommen würden, berichtete die "Financial Times Deutschland".

Daimler und Telekom betreiben gemeinsam das Lkw-Mautsystem Toll Collect auf den deutschen Autobahnen. Der Bund und der Mautbetreiber liegen seit Jahren im Streit. Der Bund verlangt von dem Betreiberkonsortium milliardenschweren Schadenersatz für die Verzögerung bei der Einführung der Autobahnmaut. Darüber soll ein Schiedsgericht entscheiden.

Daimler und Telekom tragen nach eigener Einschätzung keine Schuld an dem verzögerten Start. Der Zeitung zufolge hat das dreiköpfige Schiedsgericht den Konzernen deutlich gemacht, dass sie diese Position nicht halten können. Sollten die Firmen ihre Meinung ändern und einem Vergleich zustimmen oder doch vom Schiedsgericht verurteilt werden, drohen hohe Strafen. Der Bund fordert 5,1 Mrd. Euro plus Zinsen. Aus der Autobahn-Maut hat der Bund 2010 rund 4,5 Mrd. Euro eingenommen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen