Wirtschaft
Das "Traumschiff" geht wohl nicht mehr auf Reisen.
Das "Traumschiff" geht wohl nicht mehr auf Reisen.(Foto: picture alliance / dpa)

48 Beschäftigte verlieren ihren Job: Das "Traumschiff" bleibt vor Anker

Sie hat Millionen Fernsehzuschauer als "Traumschiff" begeistert - nun ist die ruhmreiche Zeit der MS Deutschland vorbei. Der Luxusliner geht nicht mehr auf Tour. Das hat gravierende Folgen.

Reinhold Schmid-Sperber, Insolvenzverwalter der "MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft", hat alle geplanten Reisen des ehemaligen Traumschiffs abgesagt. "Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren für das Schiff sind noch immer nicht abgeschlossen. Um Gästen und Vertriebspartnern Planungssicherheit zu geben, haben wir uns nun zu diesem Schritt entschlossen", sagt Schmid-Sperber. Gäste, die bereits Zahlungen geleistet haben, bekommen diese über den Kundengeldabsicherer zurückerstattet. Dafür erhalten sie in den kommenden Tagen ein Schadenformular zugesandt.

Gleichzeitig informierte der Insolvenzverwalter die Belegschaft der Reederei Peter Deilmann, demnächst allen 48 Beschäftigten innerhalb der gesetzlichen oder vertraglichen Kündigungsfristen kündigen zu müssen. "Ich bedauere diesen Schritt persönlich sehr", sagt Schmid-Sperber. "Leider fehlt es uns sowohl an Beschäftigung, als auch an Geld für Löhne und Gehälter." Derzeit laufen noch die Sozialplan-Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Die 50-köpfige Stammbesatzung der "MS Deutschland" wird hingegen weiterbeschäftigt, um den Betrieb des Schiffes sicherzustellen. "Dies ist für Sicherheit und Werterhalt des Schiffes unverzichtbar", so Schmid-Sperber.

Quelle: n-tv.de

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