Sonntag, 21. August 2011
Kursmanipulation in Südkorea: Deutsche-Bank-Händler angeklagt
Neun Monate nach einem ungewöhnlichen Kurssturz an der Aktienbörse in Seoul hat die südkoreanische Staatsanwaltschaft vier Angestellte der Deutschen Bank angeklagt. Die Behörde wirft ihnen Finanzmarktmanipulation vor. Auch gegen das Brokerhaus Deutsche Securities Korea (DSK) sei im Zusammenhang mit dem Vorfall im November 2010 Anklage erhoben worden, hieß es in einer Mitteilung der Bank in Singapur. DSK weise die Vorwürfe zurück.
Unter den Angeklagten befinden sich ein südkoreanischer Angestellter bei DSK und drei Angestellte anderer Nationalität, darunter ein hochrangiger Mitarbeiter des Deutsche-Bank-Büros in Hongkong, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Staatsanwälte berichtete. Sie sollen durch unzulässige Handelsgeschäfte 44,8 Mrd. Won (28,5 Mio Euro) eingenommen haben. Der Kurssturz war im November durch die Platzierung umfangreicher Verkaufsaufträge in den letzten zehn Handelsminuten ausgelöst worden.
DSK habe weder einen Verstoß gegen die Marktregeln autorisiert noch stillschweigend darüber hinweg gesehen, teilte die Deutsche Bank mit. Die Bank bedaure den Vorfall vom November, in den eine kleine Zahl von Angestellten der Deutschen-Bank-Gruppe verwickelt gewesen seien. "Die Deutsche Bank ist dabei, abstellende Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich disziplinarischer Schritte gegen die betroffenen Mitarbeiter."
dpa
Hintergründe zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Spanische Probleme
Dax rutscht ins Minus
-
Nur kurze Erholung
Euro sackt wieder ab
-
"Keine EU-Hilfe nötig"
Spanien in der Bankenkrise
-
Weltrekord wirft Schatten
Solar-Hoch hat seinen Preis
-
"Der Wille ist gegeben"
Aufsichtsräte werden weiblicher
-
Debakel verhindern
Evonik-IPO wackelt
-
Im Gefolge der Finanzmärkte
Ölpreis zieht an
-
Tausende Objekte
Deutsche Wohnen kauft zu
-
Aktionäre eh schon verärgert
Metros Dax-Platz wackelt
-
Griechenland-Wahlumfrage stützt
Asien-Börsen stabil
-
Rettungsplan für Bankia
Spanien will EZB einbeziehen
-
"Lagarde beleidigt Griechenland"
Venizelos wütend nach Schelte

