Mittwoch, 01. Juli 2009
Vernichtendes Experten-Urteil: "Deutsche verdrängen Krise"
Der an der renommierten Harvard-Universität lehrende Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson geht davon aus, dass die Weltwirtschaftskrise Deutschland besonders hart treffen wird. "Die Indizien dafür, dass diese Krise Deutschland größere Schmerzen bereiten wird als den USA, sind überwältigend", schrieb der britische Wissenschaftler in einem Beitrag für die "Zeit". Statt entschlossen zu reagieren, steckten aber deutsche Politiker und ihre Wähler den Kopf in den Sand.
Deutschland ist von der Exportwirtschaft abhängig.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
"Am besten hat Finanzminister Peer Steinbrück wohl die deutsche Haltung zusammengefasst, als er 2008 vorhersagte, die USA würden infolge der Krise ihren Status als die Supermacht des globalen Finanzsystems verlieren", schrieb Ferguson weiter. "Doch bald werden die Amerikaner dran sein mit der Schadenfreude.
Eine bedrückende Realität wird die Deutschen zwingen, ihre Verdrängungshaltung aufzugeben", sagte er voraus. So schrumpfe die deutsche Wirtschaft bereits heute viel schneller als die amerikanische, und vielen Banken in Deutschland drohten in den kommenden Monaten neue Rekordverluste.
AFP
Hintergründe zur Nachricht
Wirtschaft
-
Die gleichen Fehler wie 1929
Soros hält Europapolitik für fatal
-
Lage angespannt, aber stabil
Gasengpässe in Süddeutschland
-
"Krieg um Griechenland"
Athen stimmt über Sparpaket ab
-
Mitgehangen, mitgefangen
EFSF sieht Asien mit im Boot
-
Devisen-Vorschau
Euro auf alles gefasst
-
Zum Abschied sparen und gewinnen
EADS-Chef bestellt sein Haus
-
Weit über dem Schnitt
Discounter erhöhen Preise
-
Weitere Festnahmen bei der "Sun"
Neue Runde im Murdoch-Skandal
-
Wall-Street-Vorschau
Mäßige Bilanzen? Egal!
-
Dax-Vorschau
Endlich Hellas abhaken
-
Schnipp, schnapp!
EZB kommt um Haircut kaum herum
-
"Liebhaber der letzten Instanz"
Liebesgrüße an die Fed


