Wirtschaft
Bundesfinanzminister Schäuble beschäftigt sich am Donnerstag vor Ort mit den Problemen Griechenlands.
Bundesfinanzminister Schäuble beschäftigt sich am Donnerstag vor Ort mit den Problemen Griechenlands.(Foto: picture alliance / dpa)

Finanzielle Hilfe für griechische Förderbank?: Deutschland schiebt Wachstumsfonds an

Am Donnerstag steht ein Kurzbesuch von Bundesfinanzminister Schäuble in Griechenland an. Bei den Gesprächen mit Regierungschef Samaras soll es auch um einen Förderfonds für kleine und mittelständische Unternehmen gehen. Dessen Aufbau will Deutschland offenbar finanziell unterstützen.

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Deutschland will sich finanziell am Aufbau einer sogenannten Wachstums-Förderbank in Griechenland beteiligen. Das berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Kreise des Finanzministeriums in Athen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wolle das bei einem Kurzbesuch am Donnerstag in der griechischen Hauptstadt bekanntgeben.

Laut Zeitung soll die Hilfe durch die staatliche KfW-Förderbank erfolgen. Schäuble werde den Griechen demnach 100 Mio. Euro für den Aufbau eines Förderfonds für kleine und mittelständische Unternehmen zusagen. Für Beträge bis 100 Mio. Euro sei keine Genehmigung durch den Bundestag nötig, hieß es weiter.

EU sitzt mit im Boot

Ein entsprechendes Darlehen würde die KfW der "Institution for Growth" gewähren, so das Blatt. Dieser neu gegründete Fonds könnte dann Kredite an Unternehmen vergeben. Die griechischen Banken sind derzeit nicht in der Lage, die Unternehmen des Landes mit ausreichend Krediten zu versorgen.

Die deutsche Förderbank soll den Fonds nicht alleine füllen. Auch die EU soll über ihre Strukturfonds Geld zur Verfügung stellen. Zudem ist eine Beteiligung der Europäischen Investitionsbank (EIB) geplant. Insgesamt könnte die "Institution for Growth" damit zunächst rund 500 Mio. Euro verwalten. Einige Details würden aber noch verhandelt, so das "Handelsblatt".

Weiteres Thema auf der Agenda

Schäuble will am Donnerstag eine kurze Rede vor der griechisch-deutschen Handelskammer in Athen halten, sich mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras und seinem Amtskollegen Ioannis Stournaras treffen, wie die griechische Presse berichtete.

Wie es aus Kreisen des Finanzministeriums weiter hieß, wollen die Griechen auch die Meinung Schäubles zu einem anderen Thema hören. Griechenland wird allen Anzeichen nach 2014 nach dem Ende des aktuellen Hilfsprogramms weitere Hilfen brauchen. Die Griechen haben von den 50 Mrd. Euro Hilfen, die für die Rekapitalisierung ihrer Banken vorgesehen waren, nur 37 Mrd. Euro genutzt. Athen ist der Ansicht, dass die restlichen 13 Mrd. Euro als eine Art Sicherheitspolster verwendet werden könnten, falls Athen tatsächlich nächsten Frühling frisches Geld brauchen sollte. Dann wäre auch kein neues Hilfsprogramm nötig sein, berichteten übereinstimmend griechische Medien.

Quelle: n-tv.de

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