Verkauf der StadtwerkeEon denkt noch nach
Die Zukunft der Stadtwerke-Tochter Thüga des Energiekonzerns Eon ist weiter offen. "Es gibt keine Entscheidung über den Verkauf der Thüga", sagte ein Eon-Sprecher. Sein Unternehmen prüfe derzeit lediglich, ob es sinnvoll sein könnte, die Holding zu verkaufen, dementierte der Sprecher anderslautende Berichte.
Die Zukunft der Stadtwerke-Tochter Thüga des Energiekonzerns Eon ist weiter offen. "Es gibt keine Entscheidung über den Verkauf der Thüga", sagte ein Eon-Sprecher. Sein Unternehmen prüfe derzeit lediglich, ob es sinnvoll sein könnte, die Holding zu verkaufen. Er reagierte damit auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland".
Die Zeitung hatte berichtet, dass Eon kurz vor dem Verkauf der Thüga stehe. Ein kommunales Bündnis wolle zwischen 3,5 und 3,8 Mrd. Euro zahlen, schrieb das Blatt. Die Verhandlungen liefen glatt, ein verbindliches Kaufangebot solle bald abgegeben werden, berichtete die Zeitung mit Berufung auf eine mit den Vorgängen vertraute Person.
Thüga hält Anteile an rund 110 Stadtwerken. Mit insgesamt 3,9 Mio. Strom- und 2,4 Mio. Gaskunden zählt die Gruppe zu den größten deutschen Energieanbietern. Das Kartellamt hat nach "FTD"- Informationen seine Zustimmung zu dem Geschäft bereits signalisiert.
Das geplante Milliardengeschäft illustriert der Zeitung zufolge den Willen vieler Städte, die Privatisierung kommunaler Dienstleistungen zurückzudrehen und dafür hohe Summen zu investieren. Im Fall Thüga hätten sich zwei Konsortien mit den Namen Integra und Kom9 verbündet. Dahinter stünden rund 60 kommunale Versorger aus Städten wie Frankfurt, Freiburg oder Würzburg. Zu den Kreditgebern gehörten - neben der Commerzbank - zahlreiche Sparkassen und mehrere Landesbanken.