Wirtschaft
Kosten in der Herstellung mehr, als sie wert sind: Ein- und Zwei-Cent-Stücke
Kosten in der Herstellung mehr, als sie wert sind: Ein- und Zwei-Cent-Stücke(Foto: picture alliance / dpa)

Bundesbank-Präsident lehnt Abschaffung ab: Ein- und Zwei-Cent-Stücke sollen bleiben

Kleingeld ist teuer - jedenfalls, wenn es um die Prägung geht. Weil die Herstellung und Herausgabe von Ein- und Zwei-Cent-Stücken mehr kostet als die Münzen wert sind, denkt die EU-Kommission über eine Abschaffung nach. Bundesbank-Präsident Weidmann hält davon gar nichts und beruft sich dabei auf die Bevölkerung.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann lehnt Überlegungen der EU-Kommission ab, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen. "In der deutschen Bevölkerung besteht der Wunsch, an den Kleinmünzen festzuhalten", sagte Weidmann der "Bild am Sonntag". "Ich persönlich kann mich dem nur anschließen." Die Entscheidung über die Zukunft der Geldstücke liege allerdings nicht bei den Notenbanken, sondern bei den europäischen Finanzministern.

Die EU-Kommission hatte am Dienstag erklärt, über eine Abschaffung der Münzen im Wert von ein und zwei Cent nachzudenken. Die Herstellung und Herausgabe der Münzen seien relativ teuer, zumindest übersteige beides den Wert der Geldstücke, führte die Kommission zur Begründung an.

Weidmann sieht nach eigenen Angaben zudem keine Chance, Ein- und Zwei-Euro-Scheine einzuführen. Die jüngste Serie von Euro-Banknoten umfasse diese Scheine nicht. Er glaube auch nicht, dass die Menschen sie haben wollten, sagte Weidmann.

Zuletzt war im Euroraum eine neue Version des Fünf-Euro-Scheins eingeführt worden. Weidmann bedauerte, dass es dabei Probleme an Geldautomaten gab. Hersteller und Gerätebetreiber hätten rechtzeitig Gelegenheit gehabt, ihre Maschinen zu testen, sagte er. Trotzdem gebe es Schwierigkeiten. "Ich bin aber zuversichtlich, dass die Umstellung in einem überschaubaren Zeitraum abgeschlossen sein wird", sagte der Bundesbankchef.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen