Wirtschaft
Die Einführung der Steuer war bereits für 2014 geplant, soll nun aber erst frühestens 2017 erfolgen.
Die Einführung der Steuer war bereits für 2014 geplant, soll nun aber erst frühestens 2017 erfolgen.(Foto: picture alliance / dpa)

Abgabe für Finanzprodukte: Einigung auf Börsensteuer naht

Eine politische Einigung auf eine europaweite Finanzsteuer rückt offenbar immer näher. Insbesondere Deutschland und Frankreich könnten nachhaltig profitieren. Die deutsche Finanzbranche lehnt die Abgabe jedoch weiterhin kategorisch ab.

Eine politische Einigung auf eine Börsensteuer steht nach Einschätzung von EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici unmittelbar bevor. „Heute haben wir wichtige, wenn nicht sogar entscheidende Fortschritte gemacht. Eine Übereinkunft ist in greifbarer Nähe“, sagte Moscovici nach Gesprächen mit Finanzministern aus elf EU-Ländern in Luxemburg. Ziel sei es, noch vor Jahresende zu einer Vereinbarung zu kommen. Elf Euro-Länder hatten sich zusammengefunden, um die Steuer zu verwirklichen. Bei der Ausgestaltung gab es jedoch Unstimmigkeiten.

Die deutsche Finanzbranche lehnt die Abgabe an. Sie befürchtet, dass viele Geschäfte dann in andere Länder abwandern. Auch Anlegerschützer sind kritisch. Die Einführung der Steuer war bereits für 2014 geplant. Nun soll die Abgabe auf Finanzprodukte frühestens 2017 kommen. Mit der Steuer, die lange Zeit von Deutschland und Frankreich vorangetrieben wurde, wollen die Teilnehmer-Länder Börsenspekulation eindämmen und ihre Staatskassen füllen.

Quelle: n-tv.de

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