Wirtschaft
Auch am Kühlregal tut sich was.
Auch am Kühlregal tut sich was.(Foto: picture alliance / dpa)

Rotstiftrunde im Lebensmittelhandel: Einkauf beim Discounter wird billiger

Aldi setzt bei Lebensmitteln des tägliche Bedarfs deutschlandweit die Preisuntergrenze - das war lange ein ehernes Gesetz. Doch die Wettbewerber machen dem Discount-Markführer zunehmend das Leben schwer. Der wehrt sich mit einer neuen Preisoffensive.

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Deutschlands größter Discounter Aldi heizt den Wettbewerb im deutschen Lebensmittelhandel weiter an. Der Marktführer senkte die Preise für verschiedene Frühstücksprodukte wie Cerealien, Müsli und Joghurt um bis zu 10 Cent. Aldi gebe damit erzielte Ersparnisse an die Kunden weiter, betonte das Unternehmen.

Der Konkurrent Norma zog prompt nach: Die Nürnberger teilten mit, unter anderem für verschiedene Müslisorten und Müsliriegel ab sofort ebenfalls 10 Cent weniger zu verlangen. Auch Norma erklärte, man gebe Einkaufsvorteile an die Kunden weiter.

Die Preissenkungen von Aldi dürften Auswirkungen auf den gesamten Einzelhandel haben. Denn viele Anbieter orientieren sich im Preiseinstiegsbereich am Discount-Marktführer. Erst vor einer Woche hatte Aldi die Preise für Eier, Instant-Kaffee und Instant-Tee gesenkt. Mehrere Ketten zogen daraufhin unverzüglich nach.

Im November hatte sich das gleiche Szenario bereits bei Frischwurst-Aufschnitt, Würstchen und Salami-Produkten abgespielt. Aufgrund gesunkener Rohwarenpreise könnten die Ersparnisse beim Einkauf an die Kunden weitergegeben werden, teilten Aldi Nord und Aldi Süd damals mit.

Für Aldi ist es zurzeit wichtig, Preissignale zu setzen. Denn immer häufiger sieht sich der Marktführer durch Wettbewerber herausgefordert. So unterbieten Rivalen wie Lidl oder Rewe immer wieder mit Sonderangeboten die Aldi-Dauerpreise und kratzen damit am Billig-Image des Unternehmens. Die Supermarktkette Real startete vor einigen Monaten sogar eine Billig-Eigenmarke, die erklärtermaßen Aldi, Lidl und Co. preislich nicht nur Paroli bieten, sondern sie sogar unterbieten soll. Dabei muss der Kunde allerdings auch Abstriche bei der Qualität hinnehmen.

Quelle: n-tv.de

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