Wirtschaft
Jede Menge Elektronik wird dieses Jahr wohl in den Einkaufstüten landen.
Jede Menge Elektronik wird dieses Jahr wohl in den Einkaufstüten landen.(Foto: REUTERS)

Tablets unter dem Tannenbaum: Elektronik-Handel frohlockt

Smartphones und Tablet-PCs stehen auf vielen Weihnachts-Wunschzetteln in diesem Jahr ganz oben. Sehr zur Freude der Elektronikbranche, die sich bereits ein sattes Umsatzplus errechnet. Auch TV-Geräte sind gefragt – besonders die großen, teuren.

Mobile Endgeräte für das Internet treiben die Weihnachtsumsätze der Elektronikbranche auch zu diesem Weihnachtsfest. Insgesamt rechnet die Branche im Schlussquartal mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 9,7 Milliarden Euro, sagte der Chef des Verbandes gfu, Hans-Joachim Kamp, der Nachrichtenagentur dpa. Die Produkte der Branche stünden auf den Wunschzetteln bei einem weiterhin positiven Konsumklima weiterhin ganz oben. Besonders starke Zuwächse gebe es bei den Tablet-PCs mit einer Jahressteigerung um 145 Prozent und den Smartphones, von denen mit 19 Millionen Stück rund 30 Prozent mehr verkauft würden als 2011. Allerdings ist der starke Zuwachs bei Tablets wenig verwunderlich - war das Angebot im vergangenen Jahr doch noch deutlich kleiner.

Zu den weniger gefragten Artikeln der Branche gehören demnach Notebooks und reine Telefon-Handys. Auch die Zahl der verkauften Kameras mit festen Objektiven soll um etwa acht Prozent auf 6,6 Millionen Stück zurückgehen. "Hier ist aber ganz klar ein Trend zu den wesentlich teureren Geräten mit Wechselobjektiven zu erkennen", sagte Kamp. Sie seien im Schnitt etwa viermal so teuer wie die kleineren Festgeräte. In der Folge steige der Gesamtumsatz mit Kameras.

Sehr positiv sei auch der Absatz von neuen TV-Geräten, von denen mehr als die Hälfte internetfähig sei und zudem eine Bild-Diagonale von mehr als 37 Zoll aufweise. Erstmals in der deutschen Geschichte würden in diesem Jahr mehr als 10 Millionen Stück verkauft. Ein gutes Drittel kann auch drei-dimensionale Bilder zeigen, nahezu alle hochauflösende Signale.

Insgesamt sieht sich die Branche auch für härtere Zeiten gerüstet. Im Jahr 2013 werde ohne herausragende Sportereignisse ein Wachstum zwischen ein und zwei Prozent erwartet, sagte Kamp. Für dieses Jahr lautet die Erwartung 29,4 Milliarden Euro, ein Plus von sechs Prozent gegenüber 2011. Selbst bei einer wirtschaftlichen Krise müsse das Geschäft nicht zwangsläufig zurückgehen, sagte Kamp. "Die Leute vertrauen dem Finanzsystem nicht mehr. Die wollen sich lieber was Schönes für zuhause anschaffen, statt zu sparen."

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen