Wirtschaft
Die 15 Milliarden Euro durch Verkäufe sind im Sack. Eon-Chef Johannes Teyssen ist am Ziel.
Die 15 Milliarden Euro durch Verkäufe sind im Sack. Eon-Chef Johannes Teyssen ist am Ziel.(Foto: picture alliance / dpa)

Milliardenverkäufe zum Schuldenabbau: Eon versilbert weitere Beteiligung

Der Energieriese Eon braucht dringend Geld. Unter Hochdruck verkauft er Beteiligungen. Jetzt ist das slowakische Energieunternehmen SPP an der Reihe. Das Ziel, durch Verkäufe bis Ende des Jahres 15 Milliarden Euro einzunehmen, erreicht Eon damit früher als geplant.

Der Eon-Konzern trennt sich von seiner Beteiligung am slowakischen Energieunternehmen Slovensky Plynarensky Priemysel (SPP). Der 24,5-prozentige Anteil geht für 1,3 Mrd. Euro an den tschechischen Wettbewerber Energetick a Prmyslov. Das teilte Eon in Düsseldorf mit. Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden. Die Transaktion soll in den nächsten Wochen über die Bühne gehen.

"Mit dem Verkauf der SPP-Beteiligung und dem sehr frühen Erreichen unseres Desinvestitionsziels haben wir mit hohem Tempo und sehr attraktiven Erlösen unsere Fokussierung innerhalb Europas umgesetzt", kommentierte Eon-Chef Johannes Teyssen den Verkauf. Der hochverschuldete Konzern hatte sich auf die Fahne geschrieben, durch Verkäufe bis Ende dieses Jahres 15 Mrd. Euro einzunehmen. Dies hat Eon mit dem jüngsten Verkauf nun erreicht.

Eon ist seit dem Jahr 2002 zusammen mit dem französischen Konkurrenten GDF Suez indirekt an SPP beteiligt. Auch nach dem Verkauf bleibt der Eon-Konzern nach eigenen Angaben über seine Beteiligung an Zapadoslovenska energetika (ZSE) in der Slowakei aktiv.

Mit Siebenmeilenstiefeln Schulden abbauen

Eon drücken wegen erheblicher wirtschaftlicher Unsicherheiten wegen der europäischen Schuldenkrise sowie "struktureller Änderungen des Sektorumfeldes" hohe Schulden. Der Vorstand hat sich deshalb von seinen Ergebniszielen für die kommenden Jahre verabschiedet und eine groß angelegte Umstrukturierung verordnet. Bereits eingeleitete Sparmaßnahmen und Desinvestitionen wurden beschleunigt umgesetzt bzw. sogar noch erweitert.

Im vergangenen Jahr verkaufte Eon 12.000 Kilometer Gas-Pipelines für 3,2 Mrd. Euro an eine Gruppe von Finanzinvestoren. Veräußert hat Eon zudem ein britisches Stromnetz, eine Beteiligung am russischen Gasriesen Gazprom  sowie ein italienisches Gasnetz.

Quelle: n-tv.de

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