Dienstag, 02. März 2010
US-Töchter zum Verkauf: Eon will Kasse machen
Der Energiekonzern stellt Medienberichten zufolge seine US-Tochter LG&E sowie Kentucky Utilities zum Verkauf. Eon bekräftige in diesem Zusammenhang seine Pläne zur Trennung von milliardenschweren Konzernteilen, heißt es.Der Energiekonzern Eon will einem Zeitungsbericht seine US-Töchter Louisville Gas and Electric (LG&E) sowie Kentucky Utilitiesverkaufen. Eon wollte sich von "Assets mit einem Volumen von mindestens zehn Mrd. Euro trennen", sagte ein Sprecher. Dies habe der Konzern bereits angekündigt. Die Meldung, die US-Tochter stehe auf der Verkaufsliste, wollte er nicht kommentieren. Aus informierten Kreisen hatte Reuters zuvor erfahren, Eon plane einen Verkauf der Tochter.
Laut "Financial Times" (FT) gehören zu den Kaufinteressenten die Duke Energy Corp aus dem US-Bundesstaat North Carolina und die in Pennsylvania ansässige PPL. Die Zeitung zitiert dabei den Branchen-Nachrichtendienst SparkSpread. Die Erlöse aus dem Verkauf wolle Eon zur Rückführung ihrer Schulden verwenden, heißt es weiter. Ende September 2009 betrug die wirtschaftliche Nettoverschuldung des Konzerns 46,2 Mrd. Euro. Eon-Berater in diesem Fall sei die Goldman Sachs Group.
LG&E und Kentucky Utilities beliefern zusammen 900.000 Stromkunden und 310.000 Gaskunden und haben eine Stomerzeugungskapazität von rund 8.000 Megawatt. Auch die US-Unternehmen und ihr Berater lehnten eine Stellungnahme gegenüber der FT ab.
Der deutsche Versorger hatte Louisville Gas & Electric (LG&E) 2002 im Rahmen der Übernahme des britischen Versorgers Powergen gekauft. Dieser hatte für LG&G zwei Jahre zuvor etwa 3,2 Mrd. US-Dollar auf den Tisch gelegt.
DJ/rts
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