Mittwoch, 28. Oktober 2009
Insider-Skandal an der Wall Street: Ex-Chef von AMD verwickelt?
Der Insiderskandal um die Hedgefonds-Gruppe Galleon ist nach Medieninformationen um eine Dimension reicher. Der bislang unbekannten Informant bei AMD soll niemand geringerer sein als der ehemalige CEO Hector Ruiz.
Hector Ruiz ist aktuell Vorstandsvorsitzender bei Globalfoundries.
(Foto: REUTERS)
Ruiz werde aber in dem Verfahren nicht selbst beschuldigt, schreibt das "Wall Street Journal". Ruiz wäre der bisher hochrangigste Name in der Affäre. Auf Anfrage der Zeitung wollte er sich nicht äußern. AMD hat über eine Tochter auch einen großen Standort in Dresden. Zwei konkret verdächtigte Manager der IT-Riesen IBM und Intel wurden von ihren Konzernen bereits beurlaubt.
In der wohl größten Insider-Affäre eines US-Hedgefonds hatten die Behörden vor knapp zwei Wochen Raj Rajaratnam, Gründer der Hedgefonds-Gruppe Galleon, und fünf angebliche Komplizen festgenommen. Sie sollen durch vertrauliche Informationen unerlaubt Aktiengewinne von 20 Mio. US-Dollar (14 Mio. Euro) erzielt haben.
Raj Rajaratnam ist auf Kaution auf freiem Fuß.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe. Der in Sri Lanka geborene Rajaratnam ist gegen eine Kaution von 100 Mio. US-Dollar auf freiem Fuß. Seinen Hedgefonds Galleon Group löst er gerade auf.
Ruiz habe einer Beschuldigten des Insidernetzwerkes Informationen über eine Aufspaltung des AMD-Konzerns zukommen lassen, so die Zeitung unter Berufung auf eine mit den Ermittlungen vertraute Person. AMD hatte seine Werke etwa in Dresden in eine eigene Firma ausgegliedert.
dpa
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